Zeugenvernehmungen im BayernLB-Prozess gehen zu Ende

Die BayernLB hat im Milliardenstreit mit der einstigen Tochter Hypo Alpe Adria weitere Rückendeckung von ihren ehemaligen Vorständen bekommen.

Zeugenvernehmungen im BayernLB-Prozess gehen zu Ende
Andreas Gebert Zeugenvernehmungen im BayernLB-Prozess gehen zu Ende

Im Prozess um die Rückzahlung von Krediten vor dem Landgericht München sagte der ehemalige Vorstand Rudolf Hanisch am Freitag als Zeuge, dass die vorgeschriebenen Eigenkapitalquoten der HGAA in allen Jahresabschlüssen überschritten gewesen seien.

«Die Zahlen lagen ja deutlich über den Mindestanforderungen der österreichischen Banken.» Auch die beiden früheren Chefs Werner Schmidt und Michael Kemmer hatten am Donnerstag als Zeugen gesagt, es habe keine Hinweise auf eine Unterschreitung der Eigenkapitalgrenzen gegeben.

Die HGAA argumentiert hingegen, die BayernLB habe von einem Kapitalbedarf der Tochter gewusst und ihr deshalb Milliardensummen überwiesen. Die Landesbank sieht das Geld als Kredit an und will inklusive Zinsen 2,4 Milliarden Euro zurückhaben.

Da die HGAA nicht mehr existiert, hatte die Landesbank am Donnerstag das Land Österreich mit einer Frist von 14 Tagen zur Zahlung aufgefordert. Die HGAA gehörte von 2007 bis 2009 zur BayernLB. Bis zum Nachmittag wollten die Richterinnen zwei weitere Zeugen vernehmen und im Anschluss daran eine vorläufige Einschätzung zum Stand des Verfahrens abgeben.