«Ziemlicher Müll»: Kritik an neuer Formel-1-Qualifikation

Der neue Formel-1-Qualifikationsmodus hat heftige Kritik ausgelöst.

«Ziemlicher Müll»: Kritik an neuer Formel-1-Qualifikation
Julian Smith «Ziemlicher Müll»: Kritik an neuer Formel-1-Qualifikation

«Ich bin der Erste, der sagt, wir sollten im Fernsehen nicht schlecht über manche Dinge reden, aber das neue Qualifikationsformat ist ziemlicher Müll», schimpfte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff im TV-Sender Sky Sports.

Zwar belegten seine Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg die ersten beiden Plätze. Doch in den letzten drei Minuten ging keiner der verbliebenen Fahrer im Albert Park von Melbourne mehr auf die Strecke.

Sebastian Vettels früherer Red-Bull-Teamchef Christian Horner kritisierte den neuen Modus ebenfalls heftig. «Zu allererst sollten wir uns entschuldigen. Die Absichten waren vielleicht gut, aber wir haben uns da vertan. Wir müssen uns dieser Sache gleich annehmen», forderte der Brite. «Was wir heute gesehen haben, war nicht gut für die Formel 1.» Horner forderte schon für das zweite Rennen in Bahrain am 3. April Änderungen.

Auch die Piloten selbst halten das neue Format für verfehlt. «Es ist gut, dass die Formel 1 etwas versucht, aber das ist nicht der richtige Weg. Wir sollten zum alten System zurückkehren», verlangte der zweitplatzierte Rosberg. «Wir haben schon am Anfang gesagt, dass das nicht der richtige Weg ist», betonte Pole-Mann Hamilton. «Das ist sicher nicht der richtige Weg», kritisierte auch der Dritte Vettel, der sich schon bei der Einführung ablehnend gezeigt hatte.

Die wichtigste Veränderung in dem neuen Modus ist, dass in allen drei Qualifikationsrunden nach einer bestimmten Zeit alle 90 Sekunden der jeweils langsamste Fahrer sofort ausscheidet. Zum Ende der letzten K.o.-Runde am Samstag fuhr allerdings keiner der verbliebenen Piloten mehr auf die Strecke. Vettel zum Beispiel schonte seine Reifen. Eigentlich war das neue Format eingeführt worden, um für mehr Spannung zu sorgen und so die Zuschauer besser zu unterhalten.