Zschäpe nennt Namen von Unterstützern aus der Neonazi-Szene

Die mutmaßliche Rechtsterroristin Beate Zschäpe hat in ihrer von einem ihrer Anwälte verlesenen neuen Erklärung mehrere Neonazis als Helfer genannt.

So habe der Anführer der Chemnitzer «Blood & Honour»-Gruppe, Jan W., eine Waffe beschafft, hieß es im NSU-Prozess in der Erklärung. Das habe ihr Uwe Böhnhardt erzählt. Dabei sei auch von einem Schalldämpfer die Rede gewesen. Darüber hinaus nannte sie die Namen weiterer Helfer, die das Trio bei sich versteckten, Wohnungen mieteten oder Papiere oder Krankenkassenkarten zur Verfügung stellten. Davon waren die meisten bereits bekannt und teilweise im Prozess als Zeugen gehört worden.

Ein besonders enges Verhältnis habe sie zu dem als Terrorhelfer angeklagten André E. und dessen Frau gehabt. Mit der Frau sei sie «befreundet» gewesen und habe diese ab 2006 bis zum Auffliegen des NSU regelmäßig getroffen. Meist seien sie mit den Kindern der Familie E. auf einen Spielplatz gegangen.