Blatter eröffnet Kongress: «Schwierige Zeiten»

Nach dem neuen Bestechungsskandal hat FIFA-Präsident Joseph Blatter zur Eröffnung des Weltverbands-Kongresses in Zürich den Kampf gegen korrupte Personen im Fußball ausgerufen.

Blatter eröffnet Kongress: «Schwierige Zeiten»
Fredrik von Erichsen Blatter eröffnet Kongress: «Schwierige Zeiten»

«Sie werden mir zustimmen, dass dies beispiellose und schwierige Zeiten für die FIFA sind», sagte der Schweizer zu Vertretern der 209 Mitgliedsverbände und sprach von «Schande und Beschämung» für den Fußball.

Den jüngsten Skandal mit Festnahmen von sieben Fußball-Funktionären in Zürich stellte Blatter als das Vergehen Einzelner dar. «Ich werde nicht erlauben, dass einige wenige die harte Arbeit der Mehrheit, die so hart für den Fußball arbeitet, zerstören.» Die nächsten Monate würden nicht einfach für die FIFA. «Ich bin sicher, dass weitere schlechte Nachrichten folgen werden», sagte Blatter.

Nach Ermittlungen aus den USA waren am 27. Mai auch die FIFA-Vizepräsidenten Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo in Zürich festgenommen worden. Insgesamt stehen 14 Personen unter Korruptionsverdacht. Man habe nun die Chance, «einen langen und schwierigen Weg zu bestreiten, um Vertrauen zu wiederzugewinnen», erklärte Blatter. Am Freitag stellt er sich beim Kongress für eine fünfte Amtszeit zur Wahl.