Nach Katar-Bericht: FIFA verspricht Drängen auf Reformen

Nach dem Bericht von Amnesty International (AI) über unverändert untragbare Bedingungen für Gastarbeiter im WM-Land Katar, hat der Fußball-Weltverband FIFA weitere Anstrengungen für eine Verbesserung der Lage versprochen.

Nach Katar-Bericht: FIFA verspricht Drängen auf Reformen
Amnesty International Nach Katar-Bericht: FIFA verspricht Drängen auf Reformen

«Die FIFA wird an der Seite von Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen auch weiter bei den katarischen Behörden auf die Umsetzung von Reformen und die Abschaffung des Kafala-Systems drängen. Letztlich können nachhaltige Veränderungen im ganzen Land jedoch nur durch gemeinsame Anstrengungen aller beteiligten Anspruchsgruppen erreicht werden, einschließlich internationaler Unternehmen und Regierungen», hieß es in einem Statement der FIFA.

Zuvor hatte Amnesty International in einem Bericht moniert, dass trotz anderslautender Versprechungen des Golfemirats die Gastarbeiter aus zumeist südasiatischen Ländern weitgehend rechtlos sein. «Hoffnungen auf echte Fortschritte schwinden dahin», hält der Bericht fest. Die FIFA wies daraufhin, dass die monierten Zustände nicht auf WM-Baustellen vorzufinden seien. Die WM 2022 können sogar als «Katalysator für bedeutende Veränderungen» dienen.

«Die Baustellen der FIFA WM-Stadien, auf denen keine der im Bericht erwähnten Vorfälle stattfanden, unterstehen den internationalen Richtlinien und Standards, die von den verantwortlichen Bauunternehmen und deren Lieferketten gefordert werden. Wir hoffen, dass diese Richtlinien und Standards ausgeweitet werden und als Richtschnur für das gesamte Land dienen», hieß es in einem FIFA-Statement.