«Zug der Liebe»: Tanzend durch Berlin

Weit mehr als 10 000 Menschen haben laut Polizei beim «Zug der Liebe» in den Straßen Berlins mit elektronischer Musik gefeiert.

Der Umzug mit 15 Wagen von Clubs und Vereinen der alternativen Szene startete am Samstagnachmittag im Stadtteil Friedrichshain und bewegte sich in Richtung Prenzlauer Berg. Von dort sollte es noch durch Kreuzberg bis nach Treptow auf einer Strecke von rund zehn Kilometern weitergehen. Bei sonnigem, aber windigem Wetter folgte das Partyvolk tanzend und trinkend den Wagen.

Es gehe darum, ein Zeichen für die Liebe zu setzen, sagten die Organisatoren. Als Neuauflage der Loveparade wollten sie ihre Veranstaltung nicht verstanden wissen. Vielmehr war der «Zug der Liebe» als Demonstration mit politischen Botschaften angemeldet. Die Route führte nicht durch den Tiergarten oder das Stadtzentrum.

«Mehr Mitgefühl, mehr Nächstenliebe und soziales Engagement» hießen die zentralen Anliegen. Sponsoring und Werbung waren tabu. Das Unglück bei der Loveparade in Duisburg, als 21 Menschen bei einer Massenpanik starben, hatte sich am Freitag zum fünften Mal gejährt.