Zunächst weiterhin Sturmböen und Schnee

Am Rande eines kräftigen Hochs mit Schwerpunkt bei Irland gelangt im Laufe des Wochenendes mit auffrischendem Nordwestwind ein Schwall erwärmter Meeresluft polaren Ursprungs nach Deutschland.

Zunächst weiterhin Sturmböen und Schnee
Diether Endlicher Zunächst weiterhin Sturmböen und Schnee

In der Südhälfte kann es örtlich nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch zu gefrierendem Sprühregen kommen. Es muss daher mit Glätte, einerseits durch diesen am Boden gefrierenden flüssigen Niederschlag, andererseits aber auch durch Schnee im Süden und durch gefrierende Nässe im Norden gerechnet werden, zumal es von Norden her teilweise aufklart.

Heute ist der Süden und Südosten noch gebietsweise von Schneefall betroffen, der im Tagesverlauf aber nachlässt. Einzig im Stau des Erzgebirges und der Alpen dauert der Schneefall den ganzen Tag über an. Dort können etwa 5 bis 10 cm, sonst 1 bis 5 cm Neuschnee zusammenkommen.

Im Osten entwickeln sich vereinzelte Schneeschauer.Der nordwestliche bis nördliche Wind weht besonders in der Osthälfte sowie an der Küste und im Bergland in Böen stark bis stürmisch mit Sturmböen oder schweren Sturmböen (9 bis 10 Bft) in exponierten Kamm- und Gipfellagen.

In der Nacht zu Montag erreicht eine Warmfront mit ihrem Niederschlagsgebiet von Norden her Deutschland. Dabei kommt es zunächst im Norden zu meist leichten Niederschlägen, meist Regen, nach Südosten zu auch als Schnee. Im weiteren Verlauf der Nacht geht der Niederschlag mit dem Vordringen des Niederschlagsgebietes nach Süden zunehmend in Schnee über. In der zweiten Nachthälfte ist dann vornehmlich die Mitte und der Süden von Schneefällen betroffen. Am Erzgebirgsrand sind lokal 10 cm Neuschnee in der Nacht möglich, am Alpenrand bis 5 cm. Der Wind weht anfangs vor allem in den Kammlagen der Gebirge stark bis stürmisch. Auf den Gipfeln der östlichen Mittelgebirge kann es auch orkanartige Böen (Bft 11) geben. Im Laufe der Nacht nimmt im Norden der Wind zu und an den Küsten gibt es Böen Bft 7 aus West bis Nordwest. In Alpennähe kann es strengen Frost geben.