Zverev, Struff und Del Potro überzeugen in München

Alexander Zverev und Jan-Lennard Struff haben am ersten schneefreien Tag des Münchner ATP-Tennisturniers für die deutschen Glanzlichter gesorgt.

Zverev, Struff und Del Potro überzeugen in München
Angelika Warmuth Zverev, Struff und Del Potro überzeugen in München

Jungstar Zverev rang Malek Jaziri aus Tunesien 4:6, 6:2, 6:2 nieder. Struff warf den an Nummer sieben gesetzten Kanadier Varek Pospisil mit 6:7 (5:7), 6:3, 6:2 aus dem Wettbewerb. Mit Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer steht damit ein deutsches Quartett im Achtelfinale des Sandplatzevents. Ein Star wird in der Runde der besten 16 am Aumeisterweg dagegen nicht aufschlagen: Gael Monfils sagte wegen einer Adduktorenzerrung ab.

Der lange verletzte Tennisstar Juan Martin del Potro gewann sein erstes Match in München. Der Argentinier bezwang den deutschen Davis-Cup-Spieler Dustin Brown mit 7:6 (7:2), 6:4. Für den einstigen Weltranglistenvierten und US-Open-Sieger von 2009 war es das erste Spiel auf Sandplatz seit nahezu drei Jahren. Wegen drei Handgelenkoperationen hatte der 27-Jährige fast die gesamten Spielzeiten 2014 und 2015 verpasst. In München trifft del Potro, der mit einer Wildcard angetreten war, in der Runde der besten 16 auf Browns Struff.

Nachdem Spielern, Fans und Veranstaltern der Wintereinbruch mit etlichen Verzögerungen zu Wochenbeginn Kopfzerbrechen bereitet hatte, schien am dritten Tag des mit 520 070 Euro dotierten Turniers großteils die Sonne - auch für Zverev. Der drehte die am Vortag begonnene und beim Stand von 4:5 abgebrochene Partie und übte Kritik am Schiedsrichter. «Gestern war der Platz unbespielbar», sagte der 19-Jährige. Am Dienstagabend war das Match trotz Regens gestartet worden, was Zverev gar zu Schimpftiraden auf dem Platz veranlasste.

«Wir waren beide dagegen, dass angefangen wird», erzählte er. «Das war ein Matschplatz, kein Sandplatz.» Im Achtelfinale trifft der Hamburger auf Lukas Rosol, jenen Tschechen, der ihn in der ersten Davis-Cup-Runde Anfang März noch die für Deutschland entscheidende Niederlage zugefügt hatte. «Das wird nicht einfacher», sagte Zverev.

Struff zeigte gegen den an Nummer sieben gesetzten Pospisil in den Sätzen zwei und drei seine Klasse und ließ dem Weltranglisten-45. keine Chance. Für den Warsteiner, der 2014 im Halbfinale gestanden hatte, war es in diesem Jahr erst der zweite Sieg in einem Hauptfeld.

Keine Chance in seiner Erstrundenpartie hatte der junge Maximilian Marterer, der mit einer Wildcard bei den BMW Open antreten durfte. Der Fürther verlor gegen den an Nummer fünf gesetzten Italiener Fabio Fognini klar mit 3:6, 1:6. Auch Qualifikant Cedric-Marcel Stebe (Vaihingen/Enz) musste sich Victor Estrella Burgos aus der Dominikanischen Republik zum Auftakt mit 5:7, 2:6 geschlagen geben.

Für Monfils bleibt München kein gutes Pflaster. Zum dritten Mal nach 2014 (Knöchel) und 2015 (Knie) musste der Franzose vor dem ersten Aufschlag zurückziehen. «Ich weiß nicht, ob es das Wetter war oder weil ich zuletzt viel gespielt habe. Ich verbuche es unter Pech.»