Zwei Frauen erstochen: Verteidiger plädiert für Totschlag

Im Prozess um den gewaltsamen Tod von zwei Frauen in Lüneburg hat die Verteidigung vor dem Landgericht auf Totschlag plädiert. Der Angeklagte habe im Affekt zugestochen, erklärte der Anwalt des beschuldigten Jesiden.

Der Mann hatte gestanden, seine Ehefrau und deren Freundin erstochen zu haben. Laut Anklage soll er die beiden getötet haben, weil seine Frau ihn verlassen und Christin werden wollte. Die Freundin soll er dafür mitverantwortlich gemacht haben.

Das wies der Verteidiger zurück. Vor allem die Angst, seine Kinder zu verlieren, habe den Mandanten zustechen lassen. Das Strafmaß ließ die Verteidigung offen.

Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslang wegen Mordes gefordert und beantragt, die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Noch am Nachmittag wollte die Kammer ein Urteil fällen.