Zwei Top-Manager von Intel gehen

Beim Halbleiterriesen Intel gehen zwei Top-Manager, die für wichtige Säulen des Geschäfts zuständig waren. Kirk Skaugen verantwortete mit PC-Chips das traditionell wichtigste Standbein.

Zwei Top-Manager von Intel gehen
John G. Mabanglo Zwei Top-Manager von Intel gehen

Er habe sich entschlossen, Intel für den nächsten Karriere-Schritt zu verlassen, erklärte das Unternehmen in einem Brief an Mitarbeiter, wie unter anderem der Finanzdienst Bloomberg und das «Wall Street Journal» berichteten. Es geht auch Doug Davis, der das Geschäft mit Chips für das sogenannte Internet der Dinge beaufsichtigte.

Intel sieht in der Vernetzung von Alltagstechnik und Maschinen eine große Wachstumschance in Zeiten sinkender PC-Verkäufe. Auf der Suche nach neuen Erlösquellen übernahm Intel jüngst zudem das Münchner Unternehmen Ascending Technologies, das Drohnen für den professionellen Einsatz entwickelt.

Die Abgänge dürften mit einem Neuzugang bei Intel zusammenhängen. Ein bisheriger Manager des Konkurrenten Qualcomm, Venkata «Murthy» Renduchintala, wechselte zu Intel und wurde auf dem Posten eines Präsidenten zum Vorgesetzten der beiden Spartenchefs. Eine Intel-Sprecherin deutete selbst eine Verbindung an: Dem Konzern sei bewusst, dass bei Neubesetzungen bisherige Führungsfiguren ihre Pläne und Ziele neu bewerten, sagte sie dem «Wall Street Journal».

Das Geschäft mit PC-Chips bringt Intel über die Hälfte der Umsätze ein. Ende 2015 brachte Intel neue Chips mit dem Codenamen «Skylake» auf den Markt, die Computer mit Windows 10 deutlich leistungsstärker und zugleich sparsamer machen sollen. Die Branche erhofft sich davon zumindest eine Abschwächung der Talfahrt bei den PC-Verkäufen.

Skaugen hatte zuvor das für Intel sehr lukrative Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren ausgebaut. Der 45-Jährige wurde auch als ein Kandidat für die Konzernspitze gehandelt. Er soll durch seinen bisherigen Stellvertreter Navin Shenoy ersetzt werden. Davis, der seit über 30 Jahren bei Intel ist, bleibt noch in seinem Job, bis ein Nachfolger gefunden wurde.