Zweifel an Identität des angeblichen Chibok-Mädchens

Aktivisten in Nigeria zweifeln an der Identität des angeblich zweiten befreiten Chibok-Mädchens. «Keiner kennt sie hier. Und auch Eltern konnten sie nicht identifizieren», erklärte Joshua Danladi, ein Mitglied einer örtlichen Bürgerwehr in Chibok.

Zweifel an Identität des angeblichen Chibok-Mädchens
Nigerian Military/ Hand Out Zweifel an Identität des angeblichen Chibok-Mädchens

Nigerianische Streitkräfte hatten am Vortag eigenen Angaben zufolge 97 Geiseln von islamistischen Terroristen der Boko Haram befreit, darunter auch das fragliche Mädchen.

Vor über zwei Jahren waren 276 Schülerinnen aus dem Ort Chibok im nordöstlichen Bundesstaat Borno verschleppt worden. Mehr als 200 der Mädchen gelten noch als vermisst. Nach Angaben der Aktivistengruppe «Bring Back Our Girls» (Bringt unsere Mädchen zurück) wurde das Mädchen aus seinem Heimatort Madagali und nicht aus Chibok entführt.

Am Mittwoch war erstmals eines der entführten Mädchen wieder aufgetaucht. Die 19-jährige Amina Ali Nkeki wurde in der Nähe von Chibok aufgefunden.

Die Kämpfer der Boko Haram wollen im Nordosten Nigerias und in angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat errichten. Bei Angriffen und Anschlägen in der Region töteten die sunnitischen Fundamentalisten seit 2009 mindestens 14 000 Menschen.