Zweite Wahlrunde: Front National sorgt für Spannung

Mit Spannung wird heute bei der zweiten Runde der Regionalwahlen in Frankreich erwartet, wie die rechtsextreme Front National (FN) abschneidet.

Zweite Wahlrunde: Front National sorgt für Spannung
Sebastien Nogier Zweite Wahlrunde: Front National sorgt für Spannung

Die Partei unter ihrer Vorsitzenden Marine Le Pen bleibt nach Umfragen stark, kann aber trotz ihrer Erfolge vor einer Woche keine Region für sich gewinnen. Die Regionalwahlen sind die letzte landesweite Entscheidung vor der Präsidentschaftswahl 2017.

Am vergangenen Sonntag hatte die FN in sechs Regionen vorn gelegen und mit landesweit 27,7 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis erzielt. Die Republikanern unter Ex-Präsident Nicolas Sarkozy kamen mit anderen Parteien auf 26,7 Prozent. Die regierenden Sozialisten von Staatschef François Hollande erreichten mit ihrem Bündnis 23,1 Prozent.

Die FN-Chefin Le Pen tritt in Nord-Pas-de-Calais-Picardie an, ihre Nichte Marion Maréchal-Le Pen in der Mittelmeerregion Provence-Alpes-Côte d'Azur. Nachdem beide in der ersten Runde mit jeweils knapp 41 Prozent vorn lagen, rangieren sie jetzt in den Umfragen hinter den konservativen Bewerbern. Die Sozialisten hatten ihren Kandidaten in beiden Regionen zurückgezogen, um FN-Erfolge zu verhindern.

Vier Wochen nach den Terroranschlägen vom 13. November wird unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen gewählt. Mehr als 44 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, über die Zusammensetzung der neu gebildeten Regionalräte zu entscheiden. Die Wahllokale öffnen um acht Uhr.