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Nachts sollen Polizeiboote an Land bleiben

Erst die Schließung von kleinen Polizeistationen im Land, jetzt auch noch Kürzungspläne bei der Wasserschutzpolizei. Nach Informationen des Nordkurier ...

Künftig sollen die Beamten der Wasserschutzpolizei nachts nicht mehr Streife fahren, sondern zu Hause in Bereitschaft sitzen.

Erst die Schließung von kleinen Polizeistationen im Land, jetzt auch noch Kürzungspläne bei der Wasserschutzpolizei. Nach Informationen des Nordkurier soll die Dienststelle Wolgast ein Modell erproben, nach dem in bestimmten Nachtstunden keine Boote mehr Streife fahren. Das verlautete aus Sicherheitskreisen. Stattdessen sitzen die Beamten dann zu Hause in Bereitschaft.

Künftig sollen sie bei Bedarf über eine noch zu schaffende Leitstelle in Rostock alarmiert werden. Gedacht sei daran, das Modell auf alle Dienststellen der Wasserschutzpolizei auszuweiten. Das Innenministerium will so offenbar den Personalmangel und den Abbau von Stellen kompensieren. Dazu sei ermittelt worden, wie viele Arbeitsaufträge alle zwei Stunden für die Wasserschutzpolizisten bislang anfielen, sagte ein weiterer Insider. „Komischerweise hat man aber erst ab 18 Uhr angefangen zu zählen. Und deshalb fallen die Nachtschichten praktisch raus.“ Bei den Beamten vor Ort gebe es auch erhebliche Zweifel, ob die ins Auge gefasste Alarmierungskette über eine Leitstelle in Rostock funktionieren kann.

Ganze Schichten sollen nicht gestrichen werden

Trotz mehrfacher schriftlicher Nachfrage äußerte sich das Innenministerium bislang lediglich ausweichend und wolkig. „Die Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast ist rund um die Uhr besetzt“, so ein Sprecher. Offen ließ er hingegen, ob weniger oder keine Boote unterwegs sind. Laut den Informationen unserer Zeitung ist das in einem gewissen Umfang jetzt schon der Fall – noch vor der eigentlichen Probephase. Eine Streichung von ganzen Schichten plane die Landesregierung nicht, teilte das Ministerium weiter mit.

In der Wasserschutzpolizeiinspektion Wolgast werde seit 2007 das flexible Schichtmanagement durchgeführt. Es sei ein Modell der Landespolizei, wonach Mitarbeiter ihren Dienst bedarfsorientiert verrichten. „Die Flexibilität besteht darin, dass unter Einbeziehung der Mitarbeiter die Dienstschichten entsprechend des polizeilichen Bedarfs gebildet werden.“