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Naturschützer gegen neue Gasleitungen

Lubmin/Schwerin.Die Umweltverbände BUND und WWF haben Widerstand gegen die Erweiterung der Ostseepipeline um einen dritten und eventuell vierten ...

Lubmin/Schwerin.Die Umweltverbände BUND und WWF haben Widerstand gegen die Erweiterung der Ostseepipeline um einen dritten und eventuell vierten Leitungsstrang angekündigt. Grund sei die Querung des Greifswalder Boddens mit seinen hochsensiblen Flachwasserbereichen, sagte die Landesgeschäftsführerin des BUND, Corinna Cwielag. Bislang sei nicht absehbar, ob sich das Ökosystem des Boddens nach dem Eingriff für den ersten und zweiten Erdgasstrang regeneriert habe. Die Umweltverbände schließen eine Klage nicht aus, sollten Bergamt und Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie einen dritten und vierten Strang genehmigen.
Nord Stream treibt die Pläne für die Erweiterung der Erdgaspipeline von Russland nach Deutschland derzeit voran. Erste Unterlagen, mit denen der Untersuchungsrahmen für eine Umweltverträglichkeitsstudie abgesteckt werden soll, liegen vom 16. April bis 15. Mai in Ämtern aus. Nord Stream will die Stränge drei und vier in Lubmin oder Vierow anlanden lassen.dpa