Von München nach Fünfeichen:

200 Flüchtlinge in Bundeswehrkaserne angekommen

Die angekündigten Flüchtlinge wurden von prominenten Politikern empfangen - die Situation vor Ort aber birgt noch einige Herausforderungen.

Vier dieser Busse kamen aus München - für ihre Passagiere die vorerst letzte Etappe einer langen Reise.
Félice Gritti Vier dieser Busse kamen aus München - für ihre Passagiere die vorerst letzte Etappe einer langen Reise.

Erschöpfte Gesichter in Fünfeichen: Rund 200 Flüchtlinge sind in der dortigen Bundeswehrkaserne eingetroffen. Die meisten von ihnen sind Kriegsflüchtlinge aus Syrien, die in den vergangenen Tagen über Ungarn nach Deutschland gelangten, wie ein Sprecher des Landeskommandos der Bundeswehr sagte. Die vier Busse aus München erreichten Neubrandenburg gegen ein Uhr in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) und Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) begrüßten die Flüchtlinge. Ebenso vor Ort waren weitere Vertreter der demokratischen Parteien im Landtag sowie Oberbürgermeister Silvio Witt (parteilos) und Landrat Heiko Kärger (CDU). „Gemeinsam wollten wir ein Zeichen des Willkommens setzen“, so Bretschneider.

Die Entscheidung, einen Teil der fast leeren Bundeswehrkaserne Fünfeichen zu einer Notunterkunft für Flüchtlinge zu machen, fiel erst am Vorabend. „Dass das dennoch geklappt hat, ist beeindruckend“, sagte Caffier. Gänzlich frei von Problemen sei die Situation allerdings nicht, vor allem an professionellem Hilfspersonal mangele es. Derzeit versorgt zwar das Deutsche Rote Kreuz die Flüchtlinge, die Helfer aber sind ehrenamtlich tätig – und könnten schon bald an ihre Grenzen stoßen.

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