Geldregen für Viertorestadt:

40 Millionen Euro fließen in die Stadtkasse

Weil der Landkreis Seenplatte mehrere Immobilien von Neubrandenburg übernommen hat, steht der Stadt ein millionenschwerer Ausgleich zu.

Im Neubrandenburger Rathaus wird ein millionenschwerer Geldregen erwartet - der allerdings kaum bei den Bürgern ankommt.             
Archiv Im Neubrandenburger Rathaus wird ein millionenschwerer Geldregen erwartet - der allerdings kaum bei den Bürgern ankommt.  

Jetzt geht es ans Geld. Weil der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mehrere Immobilien von der Stadt Neubrandenburg übernommen hat, muss er voraussichtlich eine Summe zwischen 40 und 50 Millionen Euro an die Viertorestadt zahlen. Ursache ist das im Gesetz zur Landesneuordnung festgelegte Prinzip, dass die „Immobilien den Aufgaben folgen“, erklärt Kreiskämmerer Axel Chudy. So ist beispielsweise seit der Kreisgebietsreform nicht mehr die Stadt Neubrandenburg für die Gymnasien und Berufsschulen zuständig. Diese Aufgaben fielen an den Kreis - und mit ihr alle dazugehörigen Gebäude. Das Prinzip gilt beispielsweise auch für die Integrierte Rettungsleitstelle.

Die gigantische Zahlung an Neubrandenburg muss der Landkreis übrigens nicht allein stemmen. Der Löwenanteil werde aus einem Sonderfonds des Landes ersetzt, sagt Chudy.

Die Bürger werden von der Zahlung allerdings so gut wie nichts spüren, erklärt die Neubrandenburger CDU-Fraktionsvorsitzende Diana Kuhk. Denn das Geld sei zweckgebunden und diene einzig dem Zweck, die alten Kredite für die an den Kreis übergegangenen Immobilien zu tilgen. Sie erwarte nicht, dass überhaupt etwas zur freien Verfügung der Stadt übrig bleibe.

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