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42-jähriger mutmaßlicher Brandstifter zu krank für den Richter

Doch kein Urteil gegen einen mutmaßlichen Feuerteufel aus Neubrandenburg. Die Hauptverhandlung gegen den Mann musste unterbrochen werden.

Am Tag danach war das volle Ausmaß des Brandes erkennbar: Wände, Eingangstüren und Elektronik waren teils vollständig zerstört worden.
Felix Gadewolz Am Tag danach war das volle Ausmaß des Brandes erkennbar: Wände, Eingangstüren und Elektronik waren teils vollständig zerstört worden.

Weil der Angeklagte krankheitsbedingt nicht in der Lage ist, einer stundenlangen Gerichtsverhandlung zu folgen, musste der Prozess gegen den 42-jährigen Mann aus Neubrandenburg am Montag Vormittag unterbrochen werden. Ihm wird vorgeworfen, für drei Brände – zwei davon in einem Wohnhaus auf dem Datzeberg – verantwortlich zu sein.

Im Jahr 2016 brannte es zwei Mal im Keller und Treppenhauses des Fünfgeschossers, zudem soll er auch an eine Tischlerei bei Woldegk Feuer gelegt haben. Die Brandstiftungen in dem Wohnhaus hatte der Angeklagte bereits eingeräumt. Das Feuer im August 2016 hatte für landesweites Aufsehen gesorgt, weil als Motiv Fremdenfeindlichkeit vermutet wurde. Der Brand brach vor der Wohnungstür eines syrischen Flüchtlingsfamilie aus.

Die Verhandlung wird am 5. September mit der Zeugenaussage eines Brandsachverständigen und dem verlesen des psychiatrischen Gutachtens fortgesetzt.