Offene Türen am Tag der erneuerbaren Energie:

Holzabfall heizt 150 Wohnungen

Klitzeklein mit großer Wirkung. Pellets, die im Dauerfeuer am Stargarder Bruch vor sich hin schmoren, verantworten in 150 Wohnungen warme Heizungen und warmes Wasser. Und die Mieter sparen Geld.

Hier gibt es nicht nur warme Hände: Falk Offer an der Heizungsanlage, die 200 Tonnen Pellets im Jahr schluckt.
Thomas Beigang Hier gibt es nicht nur warme Hände: Falk Offer an der Heizungsanlage, die 200 Tonnen Pellets im Jahr schluckt.

Ein Blick wie in die Hölle. Glut von unfassbarer Hitze, darf am Wochenende in der Neustrelitzer Straße 50 beobachtet werden. Falk Offer öffnet die Heizungstür und gewährt einen Blick in das Innere der Anlage, von der 150 Wohnungen in der Nachbarschaft ihre Wärme beziehen. „Unsere Pelletanlage“, sagt der Geschäftsführer der Neuwoba-Tochter Gimpex nicht ohne Stolz. Heizen mit Biomasse, die immer wieder nachwächst und zur Verfügung steht. „Hauptbestandteil der Pellets ist Holz“, erklärt Offer den Neugierigen, die am sogenannten „Tag der erneuerbaren Energie“ den Weg in den Süden der Stadt gefunden haben. Nicht irgendein Holz, sondern „Abfallprodukte“ aus Borke oder Ästen, für die sonst niemand Verwendung hätte.

Die Neubrandenburger Wohnungsgenossenschaft schon. 2009 ließ das Unternehmen die Anlage bauen, die Nutznießer in den genossenschaftseigenen Quartieren dürfen sich seitdem über rund zehn Prozent niedrigere Wohn-Nebenkosten freuen. 220 Tonnen der Pellets sind hier im vergangenen Jahr verfeuert worden. Zudem gewinne auch die Umwelt, heißt es bei dem Tag der offenen Tür. Denn die Verbrennung der Holzpellets belaste die Atmosphäre lediglich mit 18 Gramm Kohlendioxid pro Kilowattstunde. Bei herkömmlicher Fernwärme wären das immerhin 178 Gramm Kohlendioxid.

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