Umstrittenes Hochhaus:

Abriss kommt für Waagestraße kaum noch in Frage

Das umstrittene Hochhaus im Herzen Neubrandenburgs bleibt, so jedenfalls sieht es jetzt aus, an Ort und Stelle stehen. Aber auch die notwendige Sanierung muss noch auf sich warten lassen.

Der Elfgeschosser zwischen Konzertkirche und Markplatz hat wohl noch eine Zukunft.
Stephan Radtke Der Elfgeschosser zwischen Konzertkirche und Markplatz hat wohl noch eine Zukunft.

Die gute Nachricht für die Bewohner der 119 Wohnungen im Elfgeschosser in der Waagestraße: Alles bleibt beim Alten. Jedenfalls für die nächsten Jahre. Aber auch danach muss sich, so das Ergebnis der Diskussion am Mittwochabend im Stadtentwicklungsausschuss der Stadtvertretung, wohl niemand Sorgen machen, sich neues „Hüsung“ zu suchen. Unter den Stadtvertretern herrschte weitgehend Einigkeit, dass trotz des unansehnlichen Äußeren des bei den Mietern äußerst beliebten Hauses der Block stehen bleibt.

Denn die vom Rathaus vorgestellten Alternativen für den „Fall der Fälle“ erweisen sich als kaum praktikabel. Man müsse, so hieß es, Wohnungen auf den wenigen noch freien Plätzen in der City errichten. Möglich wäre dies in der Badstüberstraße, wo gegenwärtig eine Kita steht, oder am Ende der Neutorstraße. Allerdings – für den Bau von knapp 120 Wohnungen in der Innenstadt als Ersatz nach dem Hochhaus-Rückbau müssten rund 13 Millionen Euro ausgegeben werden. Eine Summe, so hieß es, die nicht aus Mitteln der Städtebauförderung gespeist werden könnte, sondern ausschließlich aus der Stadtkasse zu zahlen ist. Die Sanierung des Gebäudes würde hingegen „nur“ mit gut acht Millionen Euro zu Buche schlagen.

Allerdings – die Neuwoges, Besitzerin des Elfgeschossers, kann erst dann mit der grundlegenden Sanierung des Hauses beginnen, wenn die Stadtvertreter die seit mehr als 20 Jahren im städtebaulichen Rahmenplan herum geisternde Bezeichnung „städtebaulicher Missstand“ für das Haus streichen. Deshalb bat Neuwoges-Geschäftsführer Frank Benischke die Stadtvertreter darum, ihre endgültige Entscheidung nicht mehr lange hinaus zu zögern.

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