Aus dem Gerichtssaal:

Ärger um Mietvertrag für einstigen Pub

Er soll einfach so Geschäftsräume betreten und Mobiliar unrechtmäßig einbehalten. Diesen Vorwurf muss sich ein Neubrandenburger Geschäftsmann gefallen lassen. Aber nicht lange.

In der Neubrandenburger Vierrademühle am Engelsring gab es einst einen Irish Pub. Zwischen Mieter und Vermieter herrscht aber Streit. 
Paulina Jasmer In der Neubrandenburger Vierrademühle am Engelsring gab es einst einen Irish Pub. Zwischen Mieter und Vermieter herrscht aber Streit. 

Klaus-Detlef Schnoor, Eigentümer der Vierrademühle und und vielen Neubrandenburgern auch als Präsident des 1. FC Neubrandenburg 04 bekannt, wird Hausfriedensbruch vorgeworfen. Diesen Vorwurf kann der Geschäftsführer, Komplementär und Gesellschafter der Nordost Grundbesitzverwaltungs KG (NOG) allerdings nicht nachvollziehen, wie er auch dem Richter Jörg Landes vor dem Amtsgericht Neubrandenburg deutlich machte.

Diese Vorhandlung hat eine unschöne Vorgeschichte. So hatte die NOG den Irish Pub, der bis Anfang 2010 von Damian Kelly geführt worden war, an Steffen B. vermietet. Dieser hatte es beim Namen „Irish Pub“ belassen und wollte das Etablissement auch so weiter leiten. Das ging allerdings nicht mal ein Jahr gut, wie es seitens Klaus-Detlef Schnoors hieß. Der neue Mieter war bald darauf mit seinen Mietzahlungen in Verzug geraten. Es folgte die fristlose Kündigung. Gleichzeitig war Steffen B. eine Räumungsfrist gegeben worden. 

Und da lag im Mai des Jahres 2011 das Problem. Denn der Kläger Steffen B. behauptete nun, dass sich Klaus-Detlef Schnoor unberechtigt Zutritt zum Pub verschafft, das Mobiliar ausgeräumt und bis heute nicht herausgerückt habe. Das will der Beschuldigte aber so nicht stehen lassen. Er machte dem Gericht plausibel, dass er zum besagten Zeitpunkt gar nicht in Neubrandenburg gewesen ist und dass seine Hausverwalterin erst nach Einhaltung der Frist die Räume betreten habe.

Der Kläger war nach eigenen Angaben bei diesem Vorfall gar nicht in seinem Laden, wie er einschränkte. „Ich kriegte einen Anruf von meinem Lieferanten, dass er nicht reinkommt. Die Schlösser waren ausgetauscht“, erinnerte er sich. Die Hausverwaltung hatte nach Ablauf der Frist die Räume versiegelt und vom Pfändungsrecht Gebrauch gemacht, sprich das Mobiliar einbehalten.

Wegen des Vorwurfs des Hausfriedensbruchs war Klaus-Detlef Schnoor ein  Strafbefehl ins Haus geflattert, dem er aber widersprochen hat, weil er sich diesbezüglich keiner Schuld bewusst war.  Zu Recht, wie Richter Jörg Landes befand. Er sprach Klaus-Detlef Schnoor vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei.

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Kommentare (3)

der kläger ist ja schon in diversen sachen unangenehm aufgefallen. [Die Redaktion hat hier einen Satz entfernt, der gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hat. Bitte halten Sie sich in Zukunft daran!] bevor man vermietet sollte man seine unrühmliche vergangenheit ansehen!!!!

Mitvertrag oder Mietvertrag?

Wir haben's gerade geändert. Danke für den Hinweis.