Demonstration in Neubrandenburg:

AfD-Anhänger und Gegner schreien sich an

In Neubrandenburg zogen am Samstag Hunderte Anhänger der Alternative für Deutschland durch die Stadt. Dabei trafen sie auf Widerstand.

Teilnehmer der AfD-Demonstration marschieren durch Neubrandenburgs Innenstadt.
Thomas Beigang Teilnehmer der AfD-Demonstration marschieren durch Neubrandenburgs Innenstadt.

Während einer Kundgebung der Alternative für Deutschland (AfD) in Neubrandenburg hat deren Bundes-Vizechefin Beatrixe von Storch zur Mäßigung aufgerufen. Die Situation in Deutschland spitze sich zu, sagte die EU-Abgeordnete, es drohe angesichts der "chaotischen Asylpolitik der Regierung" eine Eskalation der Lage. Die AfD, so von Storch während der Demonstration am Sonnabendnachmittag vor dem Rathaus der Viertorestadt, sei die einzige Partei, die die richtigen Angebote mache: Deutschlands Grenzen schließen, die Einreise stoppen und Flüchtlinge ausweisen.

An der Demonstration beteiligten sich einige Hundert Bürger, darunter Sympathisanten der Partei aus Berlin und Schleswig-Holstein. Gegendemonstranten, vorwiegend junge Leute, machten ihrem Unmut über die AfD mit Sprechchören und Trillerpfeifen Luft. Verbale Gefechte zwischen ihnen und den AfD-Demonstranten begleiteten den anschließenden Zug durch die Innenstadt und den Engels-Ring. Rund 100 Polizisten sicherten die Veranstaltung ab.

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