Großes Familienfest auf dem Markt:

Altentreptow sucht seinen Superstar

Ein über Stunden gut gefüllter Marktplatz, beste Unterhaltung und tolles Wetter: Mehr konnte man sich für ein Stadtfest nicht wünschen. Und bei einem Wettbewerb wurde es zudem richtig spannend.

So voll ist der Treptower Marktplatz selten. Der Familientag zog bei feinstem Feierwetter sehr viele Menschen aus der Stadt und der Umgebung an.
Anke Brauns So voll ist der Treptower Marktplatz selten. Der Familientag zog bei feinstem Feierwetter sehr viele Menschen aus der Stadt und der Umgebung an.

Hans Gutknecht ist eher kein Breakdance- und Hip-Hop-Fan. Aber was er da auf der Bühne gesehen hat, fand er toll. „Die Darbietungen waren alle gut. Das hat Altentreptow lange nicht gesehen“, sagt der Rentner – und meint damit nicht nur die Talente, die sich am Sonntagnachmittag bei „Altentreptow sucht den Superstar“ auf dem Marktplatz präsentierten. Auch die große Resonanz hat ihn beeindruckt. „Als ich auf den Markt kam und die vielen Leute sah, dachte ich: Donnerwetter.“ Tatsächlich war es gerammelt voll. Ein Beweis ist auch die Abstimmung beim Superstar-Wettbewerb: 1964 Besucher gaben ihre Stimme ab.

In Sachen Stadt- und Kinderfest hat die Stadt schon einiges ausprobiert. Manches hat gut funktioniert, manches weniger. Das neue Konzept des Familientages am Sonntagnachmittag scheint eine Idee zu sein, die bei den Leuten ankommt. Das Wetter passte bestens dazu. Frank Schmidt von der Eventagentur „Zwergenfeier“, die den Hut bei der Organisation auf hatte, dankte vor allem den Händlern der Stadt, die sich für das Fest ordentlich reingekniet haben.

Auch jenseits der 50 ein echtes Supertalent

Dass die Stadt reichlich Talente hat, zeigte sich am Sonntagnachmittag nicht nur beim Superstar-Wettbewerb. Das Programm war fast durchgehend hausgemacht. Schulen und Kita sorgten für Gesang, Tanz und Schalmeienklang.

Der Kreis der Teilnehmer beim Talentewettbewerb wuchs sogar noch, nachdem die Vorrunde schon gestartet war. Die sechsjährige Sarah Pheline Krüger war so begeistert, dass sie unbedingt auch auf die Bühne wollte. Sie sang mit Schlagerstar Michelle sozusagen im Duett ein Lied, „das sie auch im Auto immer mitsingt“, wie ihre Mutter verriet. Fürs Finale reichte das zwar nicht, aber es soll ja nicht der letzte Superstar-Wettbewerb in Altentreptow gewesen sein.

Und dass man auch jenseits der 50 ein hoffnungsvolles Talent sein kann, bewies unter anderem Schneiderin Irmgard Gierz, die es auf Platz vier schaffte. Als sie in der Vorrunde den Partyhit „Erna Schabulski“ geschmettert und das Publikum dabei lautstark mitgesungen hatte, vermutete sie schon, dass Altentreptow gewinnen würde. Zumindest der dritte Platz blieb auch in der Stadt. Die Schülerinnen Vanessa und Michelle wagten sich im Duett an Sarah Connors „All deine Farben“ und kamen damit super beim Publikum an.

Der Sieg wurde geteilt, denn die Breakdance- und Hip-Hop-Truppe „Betaphase“ aus Prenzlau, die die Bühne zum Beben brachte, holte die gleiche Stimmenzahl wie die zwölfjährige Emily Manthey aus Gültz, die das Publikum mit Helene-Fischer-Hits verzauberte. Gültz war im Übrigen stark vertreten. Neben Emily traten auch zwei Tanzgruppen aus dem Ort an.

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