Anmeldungen für Schulstart 2015:

An Privatschulen bleibt für Abc-Schützen nur die Warteliste

Es war zu erwarten: Die städtischen Grundschulen Süd und West in Neubrandenburg verzeichnen neben den freien Schulen wieder den größten Andrang an Schulanfängern fürs kommende Jahr. Manche Familie muss bis zum Sommer noch auf die zweite Wahl umschwenken.

Mia Charline malt und bastelt sehr gern. Ihre Eltern haben sie rechtzeitig fürs nächste Jahr an der BIP-Schule angemeldet, sie hatte sogar schon ihre Einschulungsuntersuchung.
Anke Brauns Mia Charline malt und bastelt sehr gern. Ihre Eltern haben sie rechtzeitig fürs nächste Jahr an der BIP-Schule angemeldet, sie hatte sogar schon ihre Einschulungsuntersuchung.

Dass Schwangere ihr ungeborenes Kind im Kindergarten anmelden, ist keine Seltenheit. Aber für die Schule? Auch das gibt’s, weiß Karsten Quaschning, Leiter der Evangelischen Schule Neubrandenburg. Ganz so früh muss man nicht aus den Puschen kommen, um an einer privaten Schule einen Platz zu ergattern. Aber den Sohn oder die Tochter zwei Jahre vorher anzumelden, ist durchaus üblich. Als jetzt die Anmeldefrist für die Grundschulen der Stadt Neubrandenburg lief, war es jedenfalls für die freien Schulen zu spät.

„Zwei Jahre vorher beginnt bei uns das Auswahlverfahren“, bestätigt Karsten Quaschning. 42 Mädchen und Jungen können in der Schulstraße starten, angemeldet wurden deutlich mehr. Man kann sich zwar auf die Warteliste setzen lassen, weil meistens noch Bewegung drin ist. Aber sicher ist der Platz nicht. Auch die „andere Grundschule“ in Groß Nemerow hat mehr Anmeldungen als Kinder eingeschult werden können – nämlich 20. Geschwister haben Vorrang, so Leiterin Diana Voß, ansonsten gehe es nach der Reihenfolge.

In der Stella-Schule in der Robert-Blum-Straße ist die Warteliste ebenfalls ziemlich lang, 44 Kinder können aufgenommen werden. Die BIP-Schule in der Johannesstraße macht zwei Klassen mit je 24 Schülern auf. „Wegen des Andrangs, eigentlich ist unsere Norm 22“, sagt Heike Wolff von der Schulleitung. Auch hier gab es jetzt noch Nachfragen für 2015. „Wir müssen vielen absagen, deshalb würden wir gern erreichen, dass sich Familien früher Gedanken machen“, sagt sie.

Auf dem Datzeberg sind noch Plätze frei

Sich lange vorher zu entscheiden, nützt an den Schulen der Stadt allerdings nichts, es gibt feste Termine. Bisher sind hier 515 Schulanfänger angemeldet, heißt es aus dem Rathaus. 17 Kinder seien noch keiner Schule zugeordnet, das Schulamt wende sich an deren Eltern. Der Andrang an den Grundschulen West und Süd ist wieder am größten. Man könne für die drei Klassen 80 Schüler neu aufnehmen. Ein Platz pro Klasse müsse freigehalten werden für Kinder, die die erste Klasse wiederholen, erklärt Petra Tannert, Leiterin der Grundschule West „Am See“. Im vergangenen Jahr habe man 30 Kinder auf andere Schulen umlenken müssen. Und auch dieses Jahr liegen schon 106 Anmeldungen vor. „Das Hauptkriterium bei der Auswahl ist der Wohnort. Die Wege für die Kinder sollen möglichst kurz sein“, betont Petra Tannert.

So ist es auch in der Südstadt-Grundschule mit derzeit 112 Anmeldungen bei 81 Plätzen in drei Klassen. Die Grundschule Datzeberg dagegen kann mit derzeit 37 Anmeldungen noch weitere für ihre zwei ersten Klassen gebrauchen. Für die Grundschule Mitte liegen 68 Anmeldungen vor, für Nord 65, für Ost 130. Wie viele Kinder wirklich umgelenkt werden müssen, zeigt sich erst nach den Einschulungsuntersuchungen, wenn feststeht, wer zurückgestellt oder besonders gefördert werden muss.

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