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Annelise kennt die „schmalen Hemden“

VonIngmar NehlsMorgen beim Tollenseseelauf begeben sich wieder über 1000 Läufer auf die Strecke. Damit so ein sportliches Großereignis gestemmt werden ...

Die Helfer-Shirts für den Tollenseseelauf werden gemeinsam verpackt. Steffen Beier kann sich glücklich schätzen, dass er Unterstützer hat wie Annelise Jorzick und Heike Böhm (v.l.)[KT_CREDIT] FOTO:ine

VonIngmar Nehls

Morgen beim Tollenseseelauf begeben sich wieder über 1000 Läufer auf die Strecke. Damit so ein sportliches Großereignis gestemmt werden kann, braucht der SV Turbine fleißige Helfer. Einige packen schon über zehn Jahre unermüdlich mit an.

Neubrandenburg.„Das sind alles schmale Hemden“, sagtAnnelise Jorzick. Die Rentnerin weiß, wer von den Helfern welche T-Shirt-Größe braucht. Das ist goldwert, denn in den Kartons liegen immerhin 260 Shirts, die an die Helfer des Tollenseseelaufes verteilt werden müssen. „Die brauchen wir auch alle“, sagt SV Turbine-Geschäftsführer Steffen Beier.
Über 1000 Voranmeldungen liegen im Büro bereits vor. Erfahrungsgemäß werden sich heute und morgen vor dem Start noch weitere 180 Läufer für die verschiedenen Strecken anmelden. Damit so viele Sportler eine schöne und reibungslose Veranstaltung erleben können, muss hinter den Kulissen viel geplant und gearbeitet werden. „Die Vorbereitung für 2014 beginnt eigentlich schon am Sonntag mit der Auswertung der diesjährigen Veranstaltung“, sagt Steffen Beier. Ab Januar trifft sich die Organisationsgruppe regelmäßig.
Eine feste Größe ist Annelise Jorzick. Vor 15 Jahren ist sie dem Verein beigetreten. „Das Laufen wird immer weniger und das Helfen immer mehr“, sagt die 64-jährige Hobbyläuferin. Bis zum Halbmarathon hat sie sich schon hoch trainiert, startet auch noch bei Wettkämpfen über 10 oder 15 Kilometer. Beim „Härtesten im Norden“, wie der beliebte Volkslauf am und um den Tollensesee auch genannt wird, hat sie allerdings noch nicht teilgenommen. Ein Schicksal, das sie mit vielen Vereinsfreunden teilt, denn der Lauf ist das Aushängeschild des Vereins und da gilt es, als Gastgeber zu glänzen und nicht mit Bestzeiten auf der Strecke. „Wir schöpfen aus einem Pool von etwa 250 Helfern. Die Hälfte sind Vereinsmitglieder, die andere Hälfte sind Helfer aus den Dörfern, Feuerwehren und anderen Einrichtungen“, sagt Steffen Beier. Bei Turbine packen nicht nur die Läufer beim Volkslauf an. Es sind alle Sektionen dabei. Heike Böhm, die zu Fitness und Gesundheit gehört, ist seit zehn Jahren die rechte Hand von Annelise Jorzick. Gemeinsam leiten sie das Meldebüro.
„Trotz aller Anstrengungen ist das ein schöner Tag für alle, gerade im Meldebüro sieht man über die Jahre bekannte Gesichter“, sagt Heike Böhm. Neben dem Meldebüro sind Helfer als Busbegleiter im Einsatz, an den Versorgungspunkten, die alle 3 Kilometer aufgebaut sind, bei der Garderobe und auf dem Parkplatz. Über 1000 Urkunden und Medaillen müssen verteilt und natürlich auch die Strecke markiert und geräumt werden. „Ohne die ehrenamtlichen Helfer könnten wir das nicht stemmen“, lobt Steffen Beier und bedankt sich bei allen Helfern.

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