Krempel zu verschenken:

Großes Gedränge um Hotel-Erbe

Im einstigen Hotel in der Innenstadt von Neubrandenburg lagerte noch etliches Inventar. Das hat sich am Dienstag schlagartig geändert.

Großer Ansturm auf den Eingang. Manch einem war das Gedränge dann doch zu groß.
Félice Gritti Großer Ansturm auf den Eingang. Manch einem war das Gedränge dann doch zu groß.

Kurz nach neun Uhr am Dienstag haben sich die Türen am Hintereingang des einstigen Radisson-Hotels am Marktplatz noch einmal für Besucher geöffnet. Was an ausgedienter Einrichtung noch da ist, wird an diesem Dienstagmorgen verschenkt: Gut 200 Menschen sind gekommen und im Laufe des Vormittags wurden es noch mehr. Einige haben Transporter angemietet, der Parkplatz vor dem Hintereingang ist voll. Der Abriss des traditionsreichen Hauses rückt näher - die Einrichtungsteile aber wollten die Grundstücksbesitzer nicht auf dem Sperrmüll sehen, sondern in den Händen neuer Besitzer.

Als einer der ersten kommt Winfried Witte wieder heraus aus dem Hotel, heraus aus der Menschenmenge. Er hat einen Duschkopf und einen Deckenfluter erbeutet. "Die Lampe ist so schön stabil", findet er. Im Erdgeschoss des einstigen Hotels, in der Menschenmenge, geht es derweil nicht ganz so sanftmütig zu. "Hilfe", ruft eine ältere Dame, "ich werde eingedrückt!" Ein junger Bursche drückt sich durch: "Hier drückt doch sowieso jeder!" Manch einer zieht entnervt und murrend wieder ab, zu viel Gedränge.

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