Gericht hat entschieden:

Anwältin behält Zulassung

Wegen Untreue verurteilt, darf eine Neubrandenburger Rechtsanwältin ihre Anwaltszulassung behalten. Einschränkungen gibt es dennoch für sie.

Die Rechtsanwältin Kathrin Kolloch darf ihre Anwaltszulassung behalten.
Bernd Wüstneck Die Rechtsanwältin Kathrin Kolloch darf ihre Anwaltszulassung behalten.

Die wegen Untreue verurteilte Rechtsanwältin Kathrin Kolloch aus Neubrandenburg behält ihre Anwaltszulassung, darf aber keine Betreuungsfälle mehr übernehmen. Das hat das Anwaltsgericht Mecklenburg-Vorpommern entschieden, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Rostock am Dienstag erklärte. Das „Vertretungsverbot“ als zweithöchste Disziplinarstrafe für einen Anwalt gelte für vier Jahre. Die Entscheidung habe die verurteilte Anwältin akzeptiert, sie sei bereits rechtskräftig.  

Mit diesem Urteil endet ein mehrjähriger Rechtsstreit. Die heute für die 53-jährige Anwältin war im Mai 2013 in einem Berufungsprozess am Neubrandenburger Landgericht wegen Untreue im besonders schweren Fall zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden. Laut Gericht hatte sie das Ersparte einer von ihr betreuten 80-Jährigen in Höhe von 40 000 Euro veruntreut, was die Anwältin bestritt. Einen Antrag auf Revision verwarf das Oberlandesgericht. Die Verurteilte soll 38 000 Euro inzwischen zurückgezahlt haben.

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