Zettel-Affäre:

Anwalt fährt ganz schwere Geschütze auf

Nach der Durchsuchung eines Wiekhauses in Neubrandenburg gibt es schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Auch gegen die Staatsanwaltschaft.

Thomas Beigang Dieses Wiekhaus wurde von der Polizei durchsucht.

Der Neubrandenburger Rechtsanwalt Peter Schmidt erhebt gegen die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Zusammenhang mit der „Zettel-Affäre“ schwere Vorwürfe. Sein Mandant, so der Anwalt, der Mieter des Wiekhauses Nummer 22 unmittelbar neben dem Treptower Tor, habe von einer polizeilichen Durchsuchung seines Objektes erst durch einen an der Eingangstür hängenden Zettel erfahren. Weder ein Durchsuchungsbeschluss noch ein Durchsuchungsprotokoll darüber seien seinem Mandanten bisher bekannt geworden.

Schmidt forderte deshalb die Verantwortlichen in der Kriminalpolizeiinspektion zur sofortigen Übersendung dieser Unterlagen auf. Der Rechtsanwalt verdächtigt die Beamten, die „offenbar geheim und unter Verschleierung ihrer Identität die Durchsuchung durchgeführt haben“, dafür gesorgt zu haben, dass durch öffentliche Anhängen des Zettels die Tatsache der Polizeiaktion allgemein bekannt wird. Möglicherweise, so Schmidt weiter, könnte die konkrete Bekanntmachung der Durchsuchung strafrechtliche Relevanz erhalten – wegen Verleumdung und wegen übler Nachrede. Der Neubrandenburger Jurist beantragte weiterhin die sofortige Einsicht in die Ermittlungsakte.  

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