Jubiläum in Klempenow:

Appelmarkt bringt den Duft aus Kindertagen zurück

Der Apfelmarkt rund um die Burg Klempenow hat sich zum Besuchermagneten gemausert – und Organisatorin Tine Löber geholfen, Kindheitserinnerungen wieder lebendig werden zu lassen.

Ein Frucht-Mandala soll auch am Sonnabend mit Hilfe der Besucher des 20. Appelmarktes in Klempenow wieder entstehen - bei gutem Wetter natürlich unter freiem Himmel.
Verein Kultur Transit 96 Ein Frucht-Mandala soll auch am Sonnabend mit Hilfe der Besucher des 20. Appelmarktes in Klempenow wieder entstehen - bei gutem Wetter natürlich unter freiem Himmel.

Ausgerechnet der Appelmarkt, den Tine Löber zusammen mit ihrem Mann Jochen in diesem Jahr zum 20. Mal organisiert, hat sie auf die richtige Spur gebracht. „Ich habe meine Birnensorte Williams Christ wiederentdeckt“, berichtet die Alt Tellinerin. Denn sie hatte diesen Duft in der Nase, der sie seit Kindertagen immer wieder begleitet hatte.

Eine Sortenbestimmung sorgte für die Erkenntnis, welche Früchte Tine Löber quasi "in der Nase haften geblieben" sind. Die Sortenbestimmung soll es auch am kommenden Sonnabend, dem 5. Oktober, zum 20. Appelmarkt rund um die Burg Klempenow wieder geben. Eine Birnen- und Quittenausstellung kommt noch dazu, und natürlich die Pomologen, zu denen seit Jahren Hunderte Besucher ihre Äpfel aus den heimischen Gärten schleppen, um sie bestimmen zu lassen.

Dass sich der Appelmarkt einmal als derartiger Besuchermagnet entpuppt, damit hätten die Löbers nicht gerechnet – damals, Anfang der 90er-Jahre. Ideen und Anregungen hatten sie sich einst von Baumschulen in Süddeutschland geholt. Obstorten und deren Vielfalt sollten einfach in den Mittelpunkt gerückt werden. Das gelang – und noch mehr. „Aus dieser Idee ist eine geniale Mischung geworden – aus Äpfeln, Früchten, Erntedank, Herbst und Kunsthandwerk“, erklärt Tine Löber. Sie beschreibt den Appelmarkt als letztes großes Fest im Freien, wo sich jeder noch einmal ausgiebig an der frischen Luft sehen lassen wolle, sagt sie und fügt hinzu: „Ehe dann die kalte Jahreszeit wieder den Nordosten durchschüttelt“.