Marktplatz-Umgestaltung in Neubrandenburg:

Auch Stadt hat Bauchschmerzen bei Bauplänen

Die Fassade ist zu monumental, zu grau, zu monoton, das Parkhaus mit seiner Industriefassade ist für den zweitwichtigsten Platz in Neubrandenburg zu hässlich. Nur zwei Punkte, die manchem sauer aufstoßen.

Bauchschmerzen mit dem geplanten Gebäude an der Südseite des Marktplatzes haben nicht nur Neubrandenburger Architekten. Auch die Stadt will Änderungen, die in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten werden sollen. 
Entwurf: Kunst-Herbert Bauchschmerzen mit dem geplanten Gebäude an der Südseite des Marktplatzes haben nicht nur Neubrandenburger Architekten. Auch die Stadt will Änderungen, die in einem städtebaulichen Vertrag festgehalten werden sollen. 

Die Stadt hat einen städtebaulichen Entwurf für das Südliche Marktquartier, die Investoren veröffentlichten gerade ihre Baupläne für dieses Gebiet, auf dem heute noch das Hotel Radisson Blu und dessen Nebenanlagen stehen. Wo treffen sich Entwurf und Baupläne, wo nicht? Das interessiert die Linken der Neubrandenburger Stadtvertretung, darum luden sie Frank Renner, Abteilungsleiter für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Arbeit, zu ihrer Fraktionssitzung ein.

Frank Renner erläuterte: Ein Hotel gehört nicht an diese Stelle, weil es die Einkaufszonen Turmstraße/Treptower Straße vom Marktplatz Center trennt. Durch Handel und Gastronomie möchte die Stadt die beiden Zonen verbinden, das wollen auch die Eigentümer des Quartiers – die Achim Griese Treuhandgesellschaft Hamburg und die Arcadia-Investment-GmbH Leipzig. Sie planen etwa 8 000 Quadratmeter Einzelhandelsfläche.

Gebäude passt sich nicht in Umgebung ein

Aber mit der geplanten Gestaltung des Gebäudes, das ab 2016 an Stelle des Radisson-Hotels gebaut werden soll, hat die Stadt erhebliche Probleme, erklärte Frank Renner. Laut städtebaulichem Entwurf müsste sich das Gebäude mit einem geneigten Dach – wie Kaufhof, C&A und Marktplatz Center – in die Umgebung einpassen. Tue es aber nicht laut Planentwurf.

Nächstes Problem: das geplante Parkhaus, das an die Marienkirche grenzt. So ein Haus zu bauen, ist in Ordnung, weil Neubrandenburg Leute in die Stadt locken will, die dort einkaufen und Besorgungen erledigen, stellte Frank Renner klar. Allerdings darf es auf dem zweitwichtigsten Platz der Stadt keine Industriefassade haben. „Es gibt Fassaden, hinter denen man kein Parkhaus vermutet und die erschwinglich sind. Beispiele dafür kann man in Berlin oder Hamburg ansehen“, sagte Frank Renner.

Weiterführende Links

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung