Stadt will Kleinod vor Wildwuchs schützen:

Augustabad soll "behutsam" entwickelt werden

Einige Gastronomen sind mit ihren Vorstößen für zusätzliche Angebote im Strandbad in diesem Jahr gescheitert. Doch die Stadt will sich des Themas annehmen. Jetzt soll ein abgestimmtes Konzept entwickelt werden, wie die Perle am Tollensesee künftig aussehen soll.

Am Augustabad kann man sich prima erholen – auch an Tagen, an denen die Wassertemperaturen nicht unbedingt zum Baden einladen.
Andreas Segeth Am Augustabad kann man sich prima erholen – auch an Tagen, an denen die Wassertemperaturen nicht unbedingt zum Baden einladen.

Wer das Augustabad noch unter der Bezeichnung „RWN-Strand“ kennt, der weiß, dass sich dort seit der Wende vieles verändert hat. Im Strandbad gibt es jetzt neben der Rettungsschwimmerstation eine nette Gaststätte mit einer beliebten Terrasse, außerdem einen Imbiss, einen öffentlichen Grillplatz, eine Minigolfanlage und auch mehr Spielgeräte als früher.

Das reicht einigen Neubrandenburger Gastronomen allerdings nicht. Sie wandten sich an die Stadtverwaltung und wollen dort mehr Angebote für Erholungssuchende unterbreiten. Beispielsweise wollte ein Eisverkäufer in diesem Juli gleich zu Beginn des Strandes, in Höhe des Parkplatzes, einen mobilen Eisstand aufmachen. Doch das Rathaus machte allen neuen Avancen einen Strich durch die Rechnung. Der geltende Flächennutzungsplan lasse keine weitere Gastronomie zu, erklärte Regina Lange aus dem Bauamt der Stadt.

Neuer Bebauungsplan in Arbeit

Und doch soll sich hier künftig etwas tun. Um zwar Wildwuchs zu vermeiden, das Standbad Augustabad aber trotzdem städtebaulich weiterzuentwickeln, soll nun ein komplett neuer Bebauungs- und auch ein neuer Flächennutzungsplan für das 3,6 große Areal entwickelt werden. Dabei geht es um den kompletten Strandbereich und die große Liegewiese – also um die Fläche nordwestlich der Straße Am Augustabad zwischen dem Eingang zum Waldgebiet Nemerower Holz und dem Hundebadestrand. Der kleine Parkplatz mit dem Steg zählt dazu; die Fläche auf der anderen Straßenseite, der so genannte Fontanehof, wo ein Wohnungsbauprojekt verwirklicht werden soll, aber nicht.

Es geht um eine behutsame und koordinierte Weiterentwicklung der Fläche, ein buntes Sammelsurium soll vermieden werden, so Regina Lange.  Neben Gastronomie sollen Sportmöglichkeiten und andere Arten der Freizeitgestaltung  im Mittelpunkt der Ideenfindung stehen.

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