Tollensesee:

Ausflugsschiffe legen wegen Sturm nicht ab

Sturm und Böen peitschten am Montag den Tollensesee auf. Zu gefährlich für Ausflugsfahrten, fanden die Schiffskapitäne.

Sturm auf dem See, Ruhe auf dem Anlegesteg: Die beiden Fahrgastschiffe Rethra und Mudder Schulten fahren aufgrund des Wetters am Montag nicht auf den Tollensesee. 
Archiv Sturm auf dem See, Ruhe auf dem Anlegesteg: Die beiden Fahrgastschiffe Rethra und Mudder Schulten fahren aufgrund des Wetters am Montag nicht auf den Tollensesee. 

Aufgrund von Sturm und heftigen Böen ist das Linienschiff Rethra am Montag nicht auf den Tollensesee hinausgefahren. Das teilten die Stadtwerke mit, die das Schiff betreiben. Die Wetterlage habe dafür gesorgt, "dass das Linienschiff aus Sicherheitsgründen nicht ablegen kann".

Maßgeblich für eine solche Entscheidung seien Wellengang, Windstärke und Windrichtung, so die Stadtwerke. "Bläst der Wind so stark aus einer Richtung, dass ein Anlegen und gefahrloses Ein- und Aussteigen der Fahrgäste nicht mehr gewährleistet werden kann, bleibt die Rethra am Festland und fährt nicht." In der Regel werde bei Windstärke 6 die Linienschifffahrt eingestellt. Ausschlaggebend sei die Einschätzung der Kapitäne. Je Saison käme es zu zwei bis drei wetterbedingten Ausfällen.

Die Mudder Schulten blieb ebenfalls am Anlegekai liegen. An Bord des zweiten Fahrgastschiffs auf dem Tollensesee herrschte am Montag zwar ein Ruhetag. Aber auch ohne den wäre die Mudder Schulten bei derartigem Wetter wohl nicht ausgelaufen, sagte Kapitän Eckhard Lüdemann. "Wenn die Rethra nicht rausfährt, würde ich wohl auch nicht fahren."

Beim Wind auf dem Tollensesee komme es auf die Richtung an, so Lüdemann. Komme der Wind aus Nordwest oder Nord, liege die Anlegestelle der Schiffe im Windschatten. "Da kann er kommen wie er will." Komme der Wind jedoch aus Südwest, türmten sich an der Anlegestelle gefährliche Wellen auf. "Ab Windstärke sechs oder sieben ist Feierabend." Das Schiff lasse sich dann kaum noch gefahrlos drehen. Die Mudder Schulten sei als Flussschiff gebaut worden, ohne Kiel und mit nur 90 Zentimeter Tiefgang drohe sie bei starken Wellen zu kentern. In diesem Jahr musste der Kapitän allerdings erst eine Fahrt absagen - bereits im Mai.

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