Caritas bittet um Spenden:

Ausgebrannt - Familie braucht Hilfe

Nur die Papiere waren noch zu retten. Nach einem Wohnungsbrand blieb Asylbewerbern aus Tschetschenien so gut wie nichts.

Der siebenjährige Magomed darf am Auto schon mal gucken, was Kilian Schneider (2.v.l.) von der Caritas für die Familie von Ruslan Musitov (links) mitgebracht hat.
Anke Brauns Der siebenjährige Magomed darf am Auto schon mal gucken, was Kilian Schneider (2.v.l.) von der Caritas für die Familie von Ruslan Musitov (links) mitgebracht hat.

Die weißen Wände sind kahl. Metallschränke, Metallbetten, mehr steht nicht im Zimmer. Die Kinder stört das nicht. Da ist mehr Platz, um die neuen Autos über das Linoleum durchs Zimmer rollen zu lassen. Neu ist das falsche Wort, mit diesem Spielzeug hatten auch schon andere Kinder ihren Spaß. Kilian Schneider hat mit seinen Kollegen gesammelt. „Wir haben ja alle Kinder“, sagt der Berater von der Caritas. Der Verein unterstützt die tschetschenische Asylbewerberfamilie, deren Wohnung bei einem Brand Ende Januar unbewohnbar wurde.

Arbeit an der Wohnung dauert länger als gedacht

Das sehr spartanisch eingerichtete Übergangsquartier in der Neustrelitzer Straße sollte eigentlich nur für einen Monat das Zuhause der siebenköpfigen Familie sein, aber die Arbeit an ihrer Wohnung dauert doch etwas länger. Nun können die Eltern mit ihren Kindern aber wohl bald wieder einziehen. Zwei Zimmer waren richtig ausgebrannt, die anderen aber auch schwarz, nur die Papiere waren noch zu retten, erzählt Sara Chamsaewa. Die Tschetschenin lebt seit zwölf Jahren in Deutschland und hilft in Neubrandenburg mehreren Landsleuten bei Behördengängen, Arztbesuchen, Einkäufen, weil diese meistens kaum Deutsch können. Der Brand sei durch einen elektrischen Defekt ausgebrochen, zum Glück sei die Familie nicht in der Wohnung gewesen.

„Der Landkreis kann der Familie nicht eins zu eins zurückgeben, was in der Wohnung stand. Die müssen sich ja an ihre Verordnungen halten“, erklärt Kilian Schneider. Tische, Schränke, Stühle, Betten gehörten natürlich dazu, dafür gebe es Geld, aber für Teppiche beispielsweise nicht. Diese Lücken versucht nun die Caritas zu füllen, zum Beispiel mit Hilfe der Möbelbörse der Kolping-Initiative. Zur Spielzeugbörse will Kilian Schneider mit der Familie auch noch.

Bekleidung und Haushaltsgeräte gesucht

Er hofft aber auch noch auf Unterstützung der Bevölkerung. Bekleidung für Jungs im Alter zwischen etwa einem und acht Jahren zum Beispiel hat die Kleiderkammer der Caritas nur begrenzt. Spielzeug kann die Familie ebenfalls noch gebrauchen, ebenso Bügeleisen, Staubsauger, Mikrowelle, Töpfe, Besteck, Geschirr und eine Babybadewanne für die Jüngsten, zählt er auf. Wer mit solchen Dingen weiterhelfen möchte, kann sich unter Telefon 0395 5708615 an Kilian Schneider wenden.

 

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