Letzte Entscheidung trifft die Stadtvertretung:

Ausschuss lehnt Einkaufszentrum auf Lindenberg ab

Das Rathaus soll lieber Wohnbebauung für die Fläche hinter dem Lindenberg prüfen, heißt es. Der Investor  zieht nun eine ganz andere Nutzung für die Schulruine in Erwägung.

Die alte „Polytechnische Oberschule (POS) 18“ auf dem Lindenberg ist seit Jahren ein Schandfleck. Ein Hin und Her zwischen Stadt und Investor bremst die Entwicklung des Standorts. 
Andreas Segeth Die alte „Polytechnische Oberschule (POS) 18“ auf dem Lindenberg ist seit Jahren ein Schandfleck. Ein Hin und Her zwischen Stadt und Investor bremst die Entwicklung des Standorts. 

Der Stadtentwicklungsausschuss hat sich einstimmig gegen die Pläne des Investors Peter Gerstenberg mit seiner Firma PMC Consulting für ein neues, 2500 Quadratmeter großes Einkaufszentrum in der Kirschenallee mit einem Discounter-Markt und weiterem Einzelhandel ausgesprochen. Die Mitglieder folgten einem Vorschlag der Stadtverwaltung und votierten einhellig dafür, das Areal zwischen dem Wohngebiet Lindenberg, dem Waldrand und dem Behördenzentrum weiter auf seine Eignung für ein neues Wohngebiet zu prüfen.

Allerdings mit einem Entgegenkommen für die mehr als 500 Lindenberger, die sich mit einer Unterschriftensammlung für eine eigene Einkaufsmöglichkeit auf dem Lindenberg eingesetzt hatten. Denn nach wie vor soll es die Möglichkeit geben, anstelle der alten Schulruine einen bis zu 800 Quadratmeter großen Markt zu errichten. Der Beschluss des Ausschusses hat keine rechtliche Bedeutung, er gibt aber der Stadtvertretung eine Richtung vor. Deren entscheidende Sitzung zu dem Thema findet am 11. Dezember statt.

Gerstenberg hingegen wolle jetzt ernsthaft prüfen, ob er nach einem Erwerb des Schulgebäudes dort nicht selbst Wohnbebauung schaffen könnte, sagte er. Nach einer Sanierung könnte man dort ein Wohnheim einrichten und an das Land für die Unterbringung von Flüchtlingen vermieten, sagte er.