Parkplatz Johannesstraße wenig genutzt:

Ausweichparker ärgern Anwohner

Vor der Haustür in der Ihlenfelder Straße 6 bis 8 stehen Autos dicht an dicht. Gleich nebenan bleibt eine große Parkfläche dagegen so gut wie autofrei. Das war nicht immer so.

In der kurzen Sackgasse am Anfang der Ihlenfelder Straße parken die Fahrzeuge zum Ärger der Anwohner dicht an dicht.
Bärbel Gudat In der kurzen Sackgasse am Anfang der Ihlenfelder Straße parken die Fahrzeuge zum Ärger der Anwohner dicht an dicht.

Wenn Helga und Dieter Pioskowik aus ihrer Haustür treten, nervt sie das immer gleiche Bild: Viele Autos. Ihr Haus, die Ihlenfelder Nummer 6, ist ein kurzer Abschnitt parallel zur Demminer, der als Sackgasse endet. „Da drüben auf der Fläche haben früher mindestens 70 Fahrzeuge geparkt“, sagt der Hausbesitzer und meint damit die Parkfläche Johannesstraße. Es waren Pendler, die in der Stadt arbeiten. „Heute parkt da keiner mehr“, fügt der Rentner hinzu.

Denn jetzt muss für den glatt geschobenen Platz gezahlt werden. Eine Dauerkarte fürs Jahr kostet 220 Euro. Das mag wohl kaum jemand ausgeben. Eine Stichprobe zeigt nur zwei einsame Autos. Die Pioskowiks wissen neben dem Geld noch einen weiteren Grund. „Bei Regen stehen hier unzählige Pfützen“, hat das Ehepaar beobachtet. An solchen Tagen sei es genauso schwierig, trockenen Fußes den kleinen Gehweg Richtung Treppe zu nutzen. Denn oft ragen Autohecks in der Parktasche fast bis auf die Mitte des Gehwegs. Die Parktasche sei gar nicht für solche Fahrzeuge ausgelegt, sondern eher für einen kleinen Trabbi. Schließlich stammen diese Parkplätze noch aus DDR-Zeiten.

„Hier stand doch mal die Möbelkaufhalle, später war es eine Kegelbahn“, erinnert sich der Ur-Neubrandenburger Dieter Pioskowik. Durch die dicht an dicht parkenden Autos würde auch die Müllfahrzeuge behindert. Früher wendeten die in einer kleinen Einfahrt. Die ist nun oft zugeparkt. Deshalb müssten die Entsorgungsfahrzeuge mit viel Gefühl rückwärts in die Straße fahren, beobachteten die beiden Anwohner.

In der Stadtverwaltung sieht man an dieser Stelle keine Probleme. Die Mitarbeiter der Abteilung Ordnung und Gewerbe konnten bisher nur einige wenige Ordnungswidrigkeiten feststellen, lautet die Antwort auf eine Anfrage des Nordkurier. Die meisten abgestellten Fahrzeuge stünden auf privaten, nicht stadteigenen Grundstücken. „Von der Stadtwirtschaft gab es noch keine Hinweise und uns ist auch kein Fall der Behinderung bekannt“, heißt es weiter. Die Mitarbeiter der Abteilung Ordnung und Gewerbe würden aber weiter schwerpunktmäßig in dieser Straße kontrollieren und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ahnden.

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