Die Macht der Gewohnheit:

Autofahrer landen in der Sackgasse

Das nächste Chaos am Friedrich-Engels-Ring ist schon da. Die Baustelle des Anstoßes ist die Fritz-Reuter-Straße, bis September wird hier saniert. Aber viele Autofahrer versuchen trotzdem abzubiegen – und landen dann in einer Art Mini-Sackgasse.

In den nächsten drei Monaten ist die holprige Fritz-Reuter-Straße voll gesperrt.
Maria Hantschmann In den nächsten drei Monaten ist die holprige Fritz-Reuter-Straße voll gesperrt.

Ist es die Macht der Gewohnheit oder ist vielleicht das Baustellen-Schild zu klein? In der Fritz-Reuter-Straße wird seit Montag fleißig gebaut, aber viele Autofahrer versuchen trotzdem, vom Ring rechts abzubiegen – und landen in der Sackgasse. Da kann es schon mal zu einem kleinen Stau kommen. Der Platz vor der Baustelle ist begrenzt, sobald zwei oder mehr Autos dastehen, wird es kompliziert. „Das ist eine verkehrstechnische Besonderheit, auf die man sich als Autofahrer erst einstellen muss“, sagt Polizeisprecherin Karen Lütge. Die Verbindungsstraße zwischen Ring und Südbahnstraße ist noch die nächsten drei Monate komplett gesperrt.

Unfälle gab es nach Polizeiangaben noch nicht, allerdings ist die Situation nicht nur für Ortsfremde verwirrend. Ein Hinweis auf die Baustelle ist zwar am Friedrich-Engels-Ring zu finden, allerdings erst, wenn man sich schon auf der Abbiegerspur befindet. Auf der viel befahrenen Einbahnstraße dann wieder die Spur zu wechseln, ist manchmal nicht so einfach. Die Polizei beruhigt jedoch: „In den ersten Tagen kann es bei neuen Baustellen immer zu Problemen führen, aber das gibt sich nach kurzer Zeit.“

Platz zum Wenden ist begrenzt

Viele Autofahrer landen in der Sackgasse und müssen dann kurbeln, um wieder umzulenken. Der Platz ist begrenzt, viele weichen auf den Bürgersteig vor dem Restaurant Berlin aus. Die Situation ging bis jetzt immer glimpflich aus, stehen dort aber mehr als drei Autos, kann ein schwungvoll abbiegendes Auto eventuell nicht mehr rechtzeitig bremsen.

Gebaut wird erst seit zwei Tagen, für die kommenden Wochen ist zu erwarten, dass sich einheimische Autofahrer auf die Sperrung einstellen. Die Einzigen, die sich über die Baustelle freuen, sind wohl die Fußgänger. Etliche überqueren derzeit die Reuter-Straße, ohne das Ampel-Rot zu beachten.

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