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Autohändler bleiben gelassen

Bei VW in Wolfsburg stehen die Bänder still. Leere Autohäuser müssen die Neubrandenburger aber nicht befürchten.

    
Sebastian Gollnow     

Mit kritischen Blicken schauen die Verantwortlichen der beiden Neubrandenburger VW-Autohäuser Richtung Wolfsburg. Derzeit stehen die Produktionsbänder für den VW Golf im Stammwerk bis zum 29. August still. Beunruhigt sind sie aber nicht. „Wir haben das im Auge, bleiben aber gelassen“, sagt Ralf-Reiner Herrmann. Der Betriebsleiter des Autohauses Grützner geht davon aus, dass es zu keinerlei Engpässen in der Viertorestadt kommen wird. „Da es keine genauen Liefertermine, sondern nur unverbindliche Zeitfenster gibt, können wir auch nicht genau sagen, wann wir die Autos bekommen“, sagt er. Es gebe zwar eine Karenzzeit, diese werde meist aber nicht überschritten.

Ähnlich sieht es Peter Kuboth, Geschäftsführer des Autohauses Eschengrund. „Ich gehe davon aus, dass es in dieser Woche zu einer Lösung zwischen Volkswagen und den beiden Parteien kommen wird“, sagt er. „Das wäre im Interesse aller Beteiligten das Beste“, sagt er. Der Konflikt sollte sich allerdings nicht länger hinziehen, dies würde das Image des Konzern nur weiter verschlechtern. Zugleich kann Peter Kuboth den Kunden die Angst nehmen: „Wir haben noch ein paar Autos bei uns stehen.“ Da es einen Vorlauf gebe, sind Fahrzeuge im Annahmebestand noch vorhanden. Daher kann ein Produktionsstopp über einen gewissen Zeitraum aufgefangen werden.