Gesinnungs-Debatte:

Arbeiterwohlfahrt will die AfD ausschließen

Einer der größten Sozialverbände der Region grenzt sich von menschenverachtendem und rassistischem Gedenkengut ab. Der örtliche Chef erklärt auch, welche Konsequenzen man notfalls ziehen wolle.

   
Archiv    

Auf der einen Seite ein Bekenntnis zu Solidarität, Toleranz und Gleichheit, auf der anderen eine rechtspopulistische Überzeugung? „Das geht nicht zusammen“, findet Jörg Fischer, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Neubrandenburg und unterstreicht damit einen Leitantrag, der dieser Tage bei der Landeskonferenz des Wohlfahrtsverbands in Rostock verabschiedet wurde.

Rechtspopulistische und demokratiefeindliche Positionen seien mit einer Mitarbeit, Mitgliedschaft und ehrenamtlichen Mitwirkung in der AWO unvereinbar, heißt es. Von rassistischen und menschenverachtenden Parolen, wie sie von NPD und AfD vertreten würden, wolle sich der Verband deutlich abgrenzen, hatte der Landesvorsitzende Rudolf Borchert betont. Borchert selbst ist in Schwerin Landtagsabgeordneter für die SPD.

Sollten Mitstreiter rechtsextremistisches Gedankengut erkennen lassen, „wäre die Konsequenz, dass man sich trennen müsste“, sagt Fischer. Wobei er sich eine solche Situation schwerlich vorstellen kann: „Unsere Mitglieder und Mitarbeiter identifizieren sich mit den Leitlinien der AWO“, stellt er klar. „Ich müsste mich doch sehr wundern, wenn jemand sich zu diesen Grundsätzen bekennt und privat eine gegensätzliche Überzeugung vertritt.“

Für den Landes-Chef der AfD sind solche Argumente unverständlich: "Man muss schon schizophren sein, sich einerseits gegen Ausgrenzung zu wenden und gleichzeitig andere Menschen pauschal zu verdammen", so Leif-Erik Holm.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung

Kommentare (9)

Sie und ihr Verein bestimmen also was der Mitarbeiter zu denken und zu wählen hat. Wie ihre Mitarbeiter in ihrer Freizeit politisch aktiv sind ,sollte deren Problem sein.Faktisch drücken sie mit ihrer Aussage aus ...wer falsch denkt wird gefeuert. Das bedeutet quasi Berufsverbot...und das ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.Dies ist aber gängig Praxis in der heutigen Zeit .Aber mit Linksextremen hat Herr Fischer kein Problem, wenn zum 1.Mai z.bsp Polizeibeamte mit Steine beworfen werden,und ganze Stadtteile zertrümmert wurden .Wo ist da die Solidarität?Sicherlich würde er vor Gericht /Arbeitsgericht scheitern sollte ein Mitglied in o.g Partei sein oder sich dort engagieren.

Mich würden zu Ihrer Behauptung, es sei gängige Praxis, Menschen mit vermeintlich oder nicht vermeintlich falscher politischer Einstellung reihenweise zu feuern, ein paar Beispiele interessieren, gern aus der Region, vielleicht ja sogar bei der AWO.

Bsp....Im Öffentlichen Dienst/geförderten Vereinen heißt das Extremismus klausel/Begleitschreiben.Bekenntnis zur Demokratie usw...Das hat zur Folge das zum Bsp eine Frau die in der NPD ist z.Bsp keine Kindergärtnerin werden darf.Es gab ein Verfahren in Sachsen gegen einen Schornsteinfeger/NPD dem man den Kehrbezirk wegnehmen wollte.Erst vor Gericht hat der Schornsteinfeger gewonnen.Wahrscheinlich wird diese Methode demnächst auch bei Afd Mitgliedern angefangen. Im Gegensatz werden die Genossen von der Linken die auch vom Verfassungsschutz beobachtet werden unbehelligt gelassen sowie alle anderen antifaschistischen Vereine die gerne zu Gewalt neigen.

Die Bsp..bei der Awo können sie doch im Artikel lesen.Wenn das kein Gesinnungsterror ist.

Die Extremismusklauseln im öffentlichen Dienst sind ein alter Hut. Ich würde mir ja auch nicht denjenigen ins Haus holen, der etwas gegen mich hat. Da kann man dann eben mit extremistischer Gesinnung keine Kinder erziehen. Ein Schornsteinfeger mit Kehrbezirk nimmt hoheitliche Aufgaben war. Ist also nix anderes. Ansonsten vermuten Sie nur, dass etwas sein eintreten könnte. Und Sie sind es, der aus Überlegungen, Verfassungsfeinde von Tätigkeiten bei der AWO auszuschließen, auf die AfD schließt. Nachtigall ick hör dir trapsen.

Ick hör dir trapsen du Vogel ..ich meinte Nachtigall. Schließen auf die Afd will nicht ich sondern Herr Fischer .Sie müssen den Artikel schon lesen. Und meinste dem Schornstein interessiert es welche Gesinnung der Meister hat der ihn kehrt? Wohl kaum.Die ganzen Papiere zum Extremismus schließen den von links aus ..wie auch jetzt bei der Awo. Obwohl die Verfassungsschutzberichte eine deutlich andere Tendenz zeigen und zwar die Gewaltzunahme von links.

Lassen Sie uns teilhaben an Ihren Erkenntnissen, dass AWO-Mitglieder als Linksextreme am 1.Mai Polizeibeamte mit Steinen beworfen haben sollen, damit sich die AWO-Spitze dazu äußern müsste. OTTO08, Ihnen wirft auch niemand vor, dass Sie sich nicht zu Putins oder Erdogans Politik äußern.

Was stimmt eigentlich mot ihnen nicht? Keiner schreibt was von Awo Mitgliedern die beim 1 Mai waren.Das Papier bei der Awo schließt Extremismus nur anscheinend zur einer Seite aus und zwar recht s.Deswegen schrieb ich das Herr Fischer kein Problem mit Linksextremen hat.Also ich hoffe ich konnte ihnen das verständlich machen.

Die AWO hat das Recht selbst zu entscheiden, wen sie einstellen und wen nicht. Gleichmacherei á la Kommunismus oder Nationalsozialismus sollte eigentlich aus den Köpfen moderner deutscher Bürger raus sein. Und ich gebe Ihnen Recht, es sind nicht nur Rechtsextreme sondern auch Linke und ein großer Teil der Mitte, die mit Gleichmacherei unsere Demokratie zerstören.