Fahrlässige Tötung:

Baggerfahrer schuldig gesprochen

Eineinhalb Jahre nach einem schrecklichen Zwischenfall an einer Straßenbaustelle in Neubrandenburg hat das Amtsgericht der Viertorestadt jetzt ein Urteil gesprochen.

Als ein Mann im Februar 2015 während der Bauarbeiten an der Hochbrücke die Straße überqueren wollte, wurde er von einem Bagger erfasst und tödlich verletzt.
Andreas Segeth Als ein Mann im Februar 2015 während der Bauarbeiten an der Hochbrücke die Straße überqueren wollte, wurde er von einem Bagger erfasst und tödlich verletzt.

Wegen fahrlässiger Tötung ist ein Baggerfahrer am Dienstag am Amtsgericht Neubrandenburg schuldig gesprochen worden. Der Angeklagte wurde verwarnt und zu einer Geldstrafe in Höhe von 2000 Euro verurteilt - wenn er sich in den nächsten beiden Jahren nicht bewährt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Dem Baggerfahrer aus Bad Doberan wurde vorgeworfen, mit seinem Baugerät am 4. Februar 2015 in der Woldeker Straße einen Fußgänger überfahren zu haben. Der Passant verstarb noch am Unfallort. In der Begründung des Urteils sagte Richterin Birgit Hensellek, auch der Fußgänger habe durch fahrlässiges Verhalten den Unfall herbei geführt. Er überquerte an einer eigentlich verbotenen Stelle die Straße und konnte, weil er über Kopfhörer laute Musik hörte, die Warnschreie von anderen Passanten nicht hören.

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