Abiturpläne für Treptow:

Bartl will den Kreis wieder ins Boot holen

Altentreptows Bürgermeister will die Kooperative Gesamtschule (KGS) samt Abiturstufe in Altentreptow an der Pestalozzistraße behalten und verfolgt einen neuen Denkansatz. Er setzt auf eine andere Struktur, als es gegenwärtig der Fall ist.

Volker Bartl
Christina Weinreich Volker Bartl

„Von wem stammt die Aussage, dass die Kooperative Gesamtschule vom Tisch soll?“ Die Antwort hätte Silva Keitsch, Vorsitzende der Schulkonferenz der KGS, noch gern vom städtischen Parlament bei dessen letzter Sitzung gehört. Die gab es nicht, das Rathaus  äußere sich schriftlich, hieß es stattdessen. Nach allem, was bislang in der städtischen Politik in Sachen KGS gesagt, behauptet und verbreitet wurde, kann man getrost davon ausgehen, dass diese Aussage dem Bürgermeister Volker Bartl (CDU) zugeschrieben wird. Wer so denkt, liegt allerdings falsch in dieser Annahme.

„Ich bin dafür, dass die KGS samt Abiturstufe auch künftig in Altentreptow an der Pestalozzistraße  bleibt“, sagt er. Doch soll nicht die Stadt weiterhin als Träger des gymnasialen Teils auftreten, erläutert er und legt eine völlig neue Denkart dar: Er wolle den Kreis  wieder in die Verantwortung nehmen.

Dass Städte bei der gymnasialen Ausbildung federführend sind, sei eher die  Ausnahme. Bartl will im kommenden Jahr diesbezügliche Gespräche mit Schwerin und dem Landkreis auf den Weg bringen und weiß, dass dies ein sehr kompliziertes Thema sein wird. Vor allem wegen des finanzielles Aspektes. Denn die Stadt habe genauso wenig wie der Kreis üppige Geldreserven. 

Seine Vorstellungen zur künftigen Schullandschaft in Altentreptow will der Rathauschef nicht mehr detailliert öffentlich äußern. Doch kann der schulpolitisch interessierte Bürger davon ausgehen, dass Bartl das Gelände am und um den Karlsplatz wieder als Regionalschulstandort beleben will – als Plan B gewissermaßen, wenn andere Vorstellungen nicht greifen sollten. Inwieweit er dabei auch den gesamten Amtsschulbereich im Blick hat – die Tützpatzer regionale Amtsschule spürt den demografischen Wandel ebenso – dazu will er keine Stellung nehmen.

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