Kein flächendeckendes Warn-Netz:

Bekommt Neubrandenburg Sirenen für Notfälle zurück?

Ein Giftgasunfall, eine Naturkatastrophe oder gar ein Terroranschlag – zurzeit existiert in Neubrandenburg kein System, mit dessen Hilfe die Bevölkerung schnell gewarnt werden kann. Denn die guten alten Sirenen heulen schon lange nicht mehr.

So wie auf diesem Dach sahen sie aus, die Sirenen, die die Menschen auf Gefahren aufmerksam machten und die Rettungskräfte alarmierten. Ihr Ton war nicht zu überhören.
Georg Wagner So wie auf diesem Dach sahen sie aus, die Sirenen, die die Menschen auf Gefahren aufmerksam machten und die Rettungskräfte alarmierten. Ihr Ton war nicht zu überhören.

In der Viertorestadt sind alle Sirenen, mit denen im Fall der Fälle die Bevölkerung vor einer drohenden oder eingetretenen Gefahr gewarnt werden kann, längst abgebaut worden. Nach der Wende im Osten sind die Sirenen in den Besitz des Bundes übergegangen, der verkaufte die öffentlichen Alarmanlagen an eine private Firma, von der die Stadt die Sirenen hätte mieten können. Darauf verzichtete Neubrandenburg seinerzeit.

Aber wer oder was warnt die Bevölkerung bei einem Giftgasunfall, einer Naturkatastrophe oder einem Terroranschlag? Auf Nachfrage im Rathaus sagte eine Sprecherin, zuständig dafür sei die untere Katastrophenschutzbehörde, also der Landkreis. „Für den Fall einer Krise in Neubrandenburg ist die Stadt mit ihrer Berufsfeuerwehr und ihren freiwilligen Feuerwehren vorbereitet. Mit Einsatzfahrzeugen, ausgerüstet mit Lautsprecheranlagen, können die Neubrandenburger im Falle einer Krise gewarnt und informiert werden.“

Zudem, so die Auskunft aus der Kreisverwaltung, könne die Stadt Neubrandenburg doch selbstverständlich auch Sirenen auf städtischen Gebäuden anbringen. Möglicherweise ist dies genau das, was das
nivellierte Landeskatastrophenschutzgesetz mit seiner Forderung meint: „Zu den Grundpfeilern des Katastrophenschutzes gehört es, die Bevölkerung angemessen, rechtzeitig, schnell und flächendeckend vor bestehenden Gefahren zu warnen. Insbesondere erscheint ein Warnsystem erforderlich, das einen Weckeffekt hat, das heißt, jederzeit die Bevölkerung auf drohende Gefahren auch in den Nachtstunden aufmerksam macht“.

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Kommentare (2)

Zu DDR-Zeiten war es ein großer Rätselspaß, welches Sirenensignal welche Katastrophe ankündigte (A-, B- oder C-Alarm, Bombenangriff, Feueralarm, Entwarnung).

Wusste das denn wenigstens der zuständige Abschnittsbevollmächtigte?