:

Belohnung für Ergreifung des Handtaschenräubers ausgesetzt

Die 79-jährige Neubrandenburgerin, die vor einer knappen Woche bei einem Überfall schwer verletzt wurde, erholt sich nach der Operation.

In Neubrandenburg treibt gerade ein Handtaschenräuber sein Unwesen.
© Photographee.eu In Neubrandenburg treibt gerade ein Handtaschenräuber sein Unwesen.

Jetzt reicht es. Eine Neubrandenburger Familie hat nach dem Überfall auf ein 79 Jahre altes Familienmitglied eine Belohnung für die Ergreifung des Täters ausgesetzt. 500 Euro soll der- oder diejenige erhalten, von dem die Polizei den entscheidenden Tipp erhält. Die alte Dame wurde in der vergangenen Woche Opfer eines Handtaschenräubers, der ihr in der Südstadt die Tasche entriss. Bei dem Gerangel stürzte die Seniorin die Treppe hinab und brach sich die linke Schulter und das rechte Handgelenk. Die Frau wurde am Freitag im Klinikum operiert, es geht ihr, so erfuhr der Nordkurier aus der Familie, den Umständen entsprechend.

Die Polizei rät indes, bei einem solchen Überfall keinen Widerstand zu leisten. Der Täter, meist jünger und viel stärker, bekomme ohnehin, was er wolle. "Die Gesundheit ist wichtiger als Geld oder Papiere", so Detlef Bönisch, Präventionsbeamter in der Polizeiinspektion Neubrandenburg.

Weiterführende Links

Kommentare (2)

Mehr als diese Floskel hat der gute Mann nicht auf Lager? Da ist der alten Frau aber mit geholfen. TOLL Vielleicht hat Sie aber auch die ARMLÄNGE Abstand nicht eingehalten

Jeder gesunde Mensch auf der Straße - der seine Tasche, Koffer oder dergleichen fest im Griff hat - wird aus Reflex nicht einfach loslassen. Man stelle sich vor, jemand will einem Polizisten seine Waffe aus der Hand entreissen und der Polizist befolgt den Ratschlag seines Kollegen, da ja die Täter ohnehin bekämen, was sie wollen.