Todesfall am Mühlenteich:

Biber „Justin“ nagt nicht mehr am Stadtholz

„Justin“, der Burg Star­garder Biber, ist tot. Doch der Nager ging nicht von dieser Welt, ohne seine Spuren an den Bäumen der Stadt zu hinterlassen.

Solche Entdeckungen machten die Burg Stargarder häufiger. Für Kahlschlag an Linde und Mühlenteich sorgte der große Nager.
Anett Seidel Solche Entdeckungen machten die Burg Stargarder häufiger. Für Kahlschlag an Linde und Mühlenteich sorgte der große Nager.

Zwei Jungen haben den toten Nager dort entdeckt, wo die Linde in den Mühlenteich fließt, heißt es aus dem Stargarder Rathaus. Wie der Biber, der in der Kleinstadt schon den Namen Justin (nach Popstar Justin Bieber) verpasst bekommen hatte, letztlich ums Leben kam, weiß niemand. „Die Umweltbehörde wurde eingeschaltet und hat sich das Tier angesehen“, erklärt Rita Lübstorf aus dem Bau- und Ordnungsamt. Äußerlich seien keine Verletzungen erkennbar gewesen. Das Tier war gut genährt. Vermutlich hatte es schon länger dort gelegen und sei eines natürlichen Todes gestorben.

Besonders im Frühjahr und Ende 2013 hatte sich „Justin“ intensiv durchs Stadtholz gefressen. Entlang der Linde oder am Mühlenteich brachte er Bäume zu Fall und sorgte für einen regelrechten Kahlschlag. Seine Burg errichtete er wohl gut geschützt auf der Insel im Mühlenteich. Kurz vor seinem Tod hat der Stargarder Biber noch einmal ganze Arbeit geleistet und fünf Weiden in der Nähe der Brücke an der Schule gefällt, an­schließend zwei Jungbäume auf dem Schulhof.  

Den Burg Stargardern ist nicht zu verdenken, dass sich die Trauer über den Tod ihres Bibers in Grenzen halten wird. Die Bäume bekamen zwar einen Schutz, doch es wird befürchtet, dass ein zweiter „Justin“ sein Un­wesen treibt. Neue Nagespuren eines Bibers wurden jetzt am Lindenbach entdeckt.

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