Umzug wird vorbereitet:

Bibliothek bleibt drei Monate zu

Die Neubrandenburger Bücherei zieht zurück unter das Dach des – dann sanierten – Hauses der Kultur und Bildung. Dabei kann die Einrichtung nicht immer offen sein.

Schon seit 1962 ist Karin Friede (links) Bibliotheksleserin. Elke Riedel arbeitet seit 1987 in der Bibliothek. Beide freuen sich auf das neue Domizil im HKB. 
Hartmut Nieswandt Schon seit 1962 ist Karin Friede (links) Bibliotheksleserin. Elke Riedel arbeitet seit 1987 in der Bibliothek. Beide freuen sich auf das neue Domizil im HKB. 

Werden die Leser vollkommen abgeschnitten vom „Lesestoff“? Wenn der Umzug der Neubrandenburger Regionalbibliothek beginnt, ist sie erst einmal rund drei Monate geschlossen – bevor sie dann im Haus der Kultur und Bildung (HKB) wieder eröffnet wird. Während der Schließzeit haben die Mitarbeiter mit dem Ortswechsel alle Hände voll zu tun. Wann beginnt der Umzug? „Der Termin, der vom Fortschreiten der Bauarbeiten abhängt, steht noch nicht fest. Bis auf weiteres geht der Betrieb hier im Rathaus weiter“, berichtet die Bibliotheksleiterin Angelika Zillmer auf Nordkurier-Nachfrage.

Rechtzeitig vor Beginn der Übersiedlung in das HKB wird die Regionalbibliothek ihre Leser informieren. Sie können sich dann für die etwa drei Schließzeit-Monate ausreichend mit Büchern und anderen Medien für diese Zeit eindecken, informiert die Leiterin weiter. Außerdem ist während der gesamten Schließzeit die digitale Bibliothek nutzbar. Die Nutzer können sich wie auch sonst immer 24 Stunden am Tag digitale Bücher herunterladen.

In Zukunft kann jeder seine Medien und Bücher selbst einbuchen

Der Umzug wieder zurück unter das Dach des dann sanierten HKB wirft aber schon jetzt seine Schatten voraus. Zum Beispiel geht es bereits seit September darum, den gesamten Ausleihbestand der Bibliothek „fit zu machen“ für modernen Bibliotheksservice. Nach dem Umzug wird es jedem Nutzer möglich sein, ganze Stapel von Büchern und anderen Medien einfach und schnell selbst einzubuchen, erklärt Angelika Zillmer. Außerdem kann er auch außerhalb der Öffnungszeiten Rückgabeautomaten nutzen.

Die Grundlage für diesen Service bietet die so genannte  Radio Frequency Identifica­tion (RFID-Technologie). Damit das funktioniert, müssen alle Bücher, Zeitschriften, DVDs und CDs mit einem RFID-Chip versehen und in der Bibliotheksdatenbank erfasst werden. Zu bearbeiten sind dafür mehr als 51 000  Medien und Datensätze, erläutert die Leiterin.

Darum wurden straffe Zeitpläne entwickelt, die nur funktionieren, wenn die Bibliothek vorübergehend mittwochs schließt, erklärt Angelika Zillmer.

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