Jahrelanges Ringen umsonst:

Bornmühle bekommt keinen Steg

Die Stadtvertreter haben sich gegen die hohen Risiken eines neuen Schiffsanlegers in Bornmühle entschieden. Im schlimmsten Fall hätte man diesen nicht bauen können und auch Nonnenhof wäre weg gewesen.

Nun kommt hier also doch kein Bootsanleger hin....
Andreas Segeth Nun kommt hier also doch kein Bootsanleger hin....

Jahrelang wurde um ihn gerungen - nun wird der Schiffsanleger Bornmühle doch nicht gebaut. Das haben die Neubrandenburger Stadtvertreter am Donnerstag mit großer Mehrheit – bei nur drei Enthaltungen – entschieden. Die zeitlichen und finanziellen Risiken seien zu groß, hieß es unisono. Das Problem war, dass aufgrund von auslaufenden Fördergeldern und wegen naturschutzrechtlicher Bestimmungen die lärmintensiven Arbeiten für die Errichtung des Anliegers bis zum 15. März 2015 abgeschlossen sein müssten.

Laut Dirk Schwabe, Chef des Städtischen Immobilienmanagements (SIM), sei im Laufe dieser Woche noch eine Forderung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hinzugekommen: Bis zum 15. März sollte auch der Schiffsanleger in Nonnenhof so weit zurück gebaut werden, dass er unbrauchbar ist. Falls das nicht gelinge, drohe eine Vertragsstrafe. Den Rückbau fordert der BUND als Ausgleichsmaßnahme für die Errichtung eines neuen Anlegers in Bornmühle.

Beides gleichzeitig zu realisieren sei aber „sehr sehr schwierig“, so Schwabe. Immerhin komme zu allen anderen finanziellen und planerischen Risiken die Möglichkeit eines strengen Winters hinzu. 

Alexander Schmidt, Vorsitzender der BUND-Gruppe in Neubrandenburg, wehrt sich gegen den Vorwurf, die Forderung nach dem gleichzeitigen Rückbau des Anlegers Nonnenhof sei zu kurzfristig eingegangen oder sei unverhältnismäßig. Denn diese Forderung habe der BUND nicht von ungefähr formuliert: Es sei gesetzlich vorgeschrieben, dass eine umweltrechtliche Ausgleichsmaßnahme zuerst zu erfolgen habe und erst danach die beabsichtigte Baumaßnahme vorgenommen werden kann.

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