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Boxer werden gewogen

Wenn am Freitag einen Tag vor dem Box-WM-Kampf des Weltmeisters Jürgen Brähmer gegen Eduard Gutknecht die Sportler auf die Waage steigen, wird wohl fürs Autogramme-Schreiben keine Zeit sein.

Die Profi-Boxer Jürgen Brähmer (links) und Eduard Gutknecht posieren im Vorfeld des WBA-Weltmeisterschaftskampfes im Halbschwergewicht für die Fotografen. Der Kampf findet am Sonnabend in Neubrandenburg statt. 
Kay Nietfeld Die Profi-Boxer Jürgen Brähmer (links) und Eduard Gutknecht posieren im Vorfeld des WBA-Weltmeisterschaftskampfes im Halbschwergewicht für die Fotografen. Der Kampf findet am Sonnabend in Neubrandenburg statt. 

Kein verschämtes Zieren ums Gewicht. Wenn sich die beiden Profi-Boxer Jürgen Brähmer und Eduard Gutknecht am Freitag (11. März) um 16 Uhr im Foyer des HKB mit nackten Oberkörpern präsentieren, gucken alle zu. Beim öffentlichen Wiegen, Pflicht und Ritual vor jedem Kampf, können alle Interessierten dabei sein. Dabei geht es haarklein und grammgenau zu. Denn keiner der beiden „Halbschweren“ darf mehr als 79,378 Kilo schwer sein. „Das wird auch nicht passieren“, ist sich Jan Kucht, Pressesprecher des Teams Sauerland, das den Box-Wettkampf am Sonnabend im Jahn-Sportforum organisiert.

Er jedenfalls habe noch nie erlebt, dass dabei jemand für zu schwer befunden wurde. Schummeln ist auch unmöglich. „Vertreter der Weltverbände gucken genau hin und auch, ganz klar, Leute aus dem gegnerischen Lager“, weiß Jan Kucht. Die auch aufmerksam kontrollieren, ob und wann die Waage zum letzten Mal geeicht wurde. 

Ob die Fans beim öffentlichen Wiegen auch die Gelegenheit bekommen, sich Autogramme der Boxer schreiben zu lassen, ist mehr als fraglich. „Die sind so auf den bevor stehenden Kampf am Sonnabend fokussiert, das wird bestimmt nichts“, glaubt Sauerland-Sprecher Kucht.