Unterschriftenaktion in Burg Stargard startet:

Bürger wollen Tierpark retten

Der Förderverein des kleinen Zoos hat der Schließung den Kampf angesagt. Die Mitglieder haben schon über 600 Unterschriften gesammelt.

Quo vadis Tierpark? Das Frettchen ist neugierig, ob der Tierpark in Burg Stargard vielleicht doch noch eine Zukunft hat.
Anke Brauns Quo vadis Tierpark? Das Frettchen ist neugierig, ob der Tierpark in Burg Stargard vielleicht doch noch eine Zukunft hat.

Das ist eindeutig: Die Mitglieder des Fördervereins Tierpark Burg Stargard e.V. haben einstimmig beschlossen, den Kampf um den von Schließung bedrohten kleinen Zoo weiter zu führen. Die Tierfreunde wollen ein Bürgerbegehren starten und dafür Unterschriften sammeln. Wenn zehn Prozent der Burg Stargarder sich dem Protest anschließen, muss die Stadtvertretung erneut über die Schließung abstimmen. Nehmen die Abgeordneten den Beschluss dann nicht zurück, folgt ein Bürgerentscheid, teilte der Vereinsvorsitzende Ralf-Peter Hässelbarth mit.

Die Initiatoren planen, diesen Bürgerentscheid am 6. September über die Bühne gehen zu lassen - zusammen mit dem landesweiten Bürgeretntscheid über die Gerichtsreform in Mecklenburg-Vorpommern. Bereits zum Tierparkfest am vergangenen Wochenende konnten schon 649 Unterschriften für den Erhalt des Tierparks gesammelt werden.

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Kommentare (5)

Wäre es nicht sinnvoller gewesen, statt der oder mit den Unterschriften Geld zu sammeln zur Erhaltung des Tierparks? Wenn ich mich richtig erinnere, sind es doch die Kostengründe, die zum Abstimmungsergebnis führten ...

Beides ist nötig: Geld und Unterschriften. Übrigens "Kostengründe" waren/sind nur vorgegebene Gründe. Wenn etwas politisch gewollt ist, findet sich immer ein Weg, wenn etwas politisch nicht gewollt ist - eben auch.

[Anmerkung der Redaktion: Der Inhalt dieses Kommentars wurde entfernt, da es sich um eine Pressemitteilung handelt und nicht um einen Kommentar im eigentlichen Sinne. Herr Hässelbarth wurde bereits zuvor darüber informiert, dass auf der Seite des Nordkurier keine Pressemitteilung in die Kommentare gehört. Die Kommentar-Funktion dient dazu, eine persönliche Meinung zu verfassen. Über die Entwicklung und den Kampf um den Tierpark Burg Stargard berichtet der Nordkurier ausführlich in Print und Online.]

Ach, da werden Pressemitteilungen nicht nur nicht veröffentlicht, sondern auch noch aus den Kommentaren verbannt. Und das heißt dann "Meinungsfreiheit"? Das ist ja ziemlich lächerlich. Wer hat denn das veranlasst bzw. gesteuert?? Also: Über 700 Unterschriften sind bereits zusammengekommen. Viele Bürgerinnen und Bürger haben gern unterschrieben, dass es einen Bürgerentscheid über den Erhalt und Weiterbetrieb des Tierparks geben soll. Die Begeisterung dafür war - bis auf wenige Ausnahmen - groß und die Zustimmung zum Tierpark ziemlich einhellig. Über den Beschluss der Stadtvertreterversammlung schüttelten viele nur den Kopf. "Das darf es nicht geben, dass hier alles zumacht" war nicht nur Einzelmeinung. In einer Postwurfsendung der CDU-Stadtfraktion werden für den Fall des Weiterbetriebes des Tierparks Steuererhöhungen um 20% angedroht. Das ist doch glatte Panikmache. Drohgebärden sind ein ganz schlechter Politikstil! Stattdessen sollte man auf den Vorschlag des Tierparkfördervereins eingehen und den Erhalt des Tierparks ohne Steuererhöhungen sichern, damit ein wichtiges touristisches Highlight, eine gute Umweltbildungsstätte, eine anspruchsvolle Kultureinrichtung und ein Erlebnisraum für Kinder erhalten bleibt. Der Tierpark ist auch ein Wirtschaftsfaktor für hiesige Unternehmen. Sparen am Falschen heißt letztlich kaputtsparen. Damit würden unsere ländlichen Regionen weiter an Lebenqualität verlieren. Kultur und Bildung, die Säulen der Demokratie, dürfen nicht weiter abgebaut werden. Es gehen sonst immer mehr zivilgesellschaftliches Engagement und - Strukturen verloren und das brauchen wir mehr denn je in unserer Region. Eine verantwortungsvolle Politik würde dies berücksichtigen und die Schwerpunkte des "Sparens" anders setzen. Es ist aber auch eine wahrhaft tolle Sache, dass sich so viele Mitglieder und Sympathisanten des Fördervereins so stark engagieren und so viele Bürgerinnen und Bürger dafür Interesse zeigen. Das ist ein klares Signal an die CDU-Fraktion, diesen unsinnigen Beschluss zur Schließung des Tierparks endlich zurückzunehmen und gemeinsam mit den BürgerInnen nach guten und einvernehmlichen Lösungen für die Entwicklung der Stadt und der Region zu suchen. Das erwarte ich von Politik und nicht das Durchstimmen kraft kleiner temporärer Mehrheiten. Ralf-Peter Hässelbarth

Lieber Herr Hässelbarth, wir veröffentlichen keine Pressemitteilungen. Nicht in der Zeitung und nicht im Internet. Das habe ich Ihnen bereits mindestens ein Mal deutlich gemacht. Journalistisches Arbeiten heißt, dass wir Pressemitteilungen aufarbeiten und uns damit kritisch auseinandersetzen. Alle mir bekannten Zeitungen, TV-Sender, Radiostationen und Nachrichten-Websites verfahren so. Wer nicht so arbeitet, bekommt das ganz schnell vorgehalten: Hofberichterstatter und Abschreiber sind wohl noch die freundlichsten Beschimpfungen. Sie vergessen da vielleicht, dass wir, wenn wir so verfahren würden, ein reines Anzeigen-/Bekanntmachungs-Blatt werden würden. Da würde dann eine Pressemitteilung der CDU direkt neben Ihrer stehen und dem Leser würde keine Einordnung des Geschriebenen geliefert werden. Wollen Sie das wirklich? Mit freundlichen Grüßen, Oliver Wunder, Nordkurier-Redaktion