NPD-Stand auf dem Markt:

Burg Stargarder pfeifen Neonazis aus

Seit Dienstag sind 30 Flüchtlinge aus Syrien in Burg Stargard untergebracht. Das rief nun die NPD auf den Plan, die  gegen die Flüchtlinge in der Jugendherberge wetterte. Doch die Kleinstadt zeigte Flagge.

Eine kurze Schrecksekunde: Das linke und rechte politische Lager, die auf dem Stargarder Markt aufeinander trafen, mussten durch die Polizei getrennt werden. 
Paulina Jasmer Eine kurze Schrecksekunde: Das linke und rechte politische Lager, die auf dem Stargarder Markt aufeinander trafen, mussten durch die Polizei getrennt werden. 

Eine „Versammlung unter freiem Himmel“ in Burg Stargard war für Freitag – von einer Privatperson – beim Landkreis angemeldet und auch genehmigt worden. Doch so privat war es nicht. Dahinter steckte offenbar die NPD, die diesen Stand nutzte, um ihre Parolen per Lautsprecher hinauszuposaunen. Doch viele Burg Stargarder wollten diese Aktion nicht einfach hinnehmen und über sich ergehen lassen. Vor allem die Partei Die Linke hatte ihre Anhänger mobilisiert, die sich den Rechtsradikalen entgegenstellten – mit Trillerpfeifen und Trommeln.

Man dürfe der NPD nicht die Straße überlassen, so die einhellige Meinung. Auch Siegfried Konieczny (Die Linke), stellvertretender Landrat, brachte sich gegenüber dem NDP-Häuflein in Stellung. Die braunen Demagogen hatten so gegen das Pfeifkonzert kaum eine Chance, ihre Meinungen zu platzieren. 

Allerdings hatte die Polizei kurzzeitig ihr Tun. Denn plötzlich kam es zu Rempeleien und Schubsern zwischen den politischen Lagern. Da ergab ein Wort das andere und mittendrin die Polizei. Es wurde Verstärkung angefordert. Schnell kamen zusätzliche Streifenwagen und sicherten die Lage.

„Gegen solche Hetze wie die der NPD müssen wir Flagge zeigen“, sagte Siegfried Konieczny und wusste auch Stargards Bürgermeister Tilo Lorenz (CDU) an seiner Seite. Der konnte sich nicht daran erinnern, dass die braunen Gesellen jemals außerhalb von Wahlkämpfen in der Kleinstadt aktiv wurden. Doch dass seit Dienstag 30 Syrer in der Stargarder Jugendherberge untergebracht sind, rief offenbar die Neonazis auf den Plan.

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