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Bus-Betrieb geht Schüler-Kritik nach

VonAnke BraunsKommen Schüler zu spät zum Unterricht, weil das Einsteigen in den Bus zu lange dauert? Die Verkehrsbetriebe prüfen.Neubrandenburg.Welche ...

VonAnke Brauns

Kommen Schüler zu spät zum Unterricht, weil das Einsteigen in den Bus zu lange dauert? Die Verkehrsbetriebe prüfen.

Neubrandenburg.Welche Erfahrungen Kinder und Jugendliche mit dem Stadtbusverkehr machen, was sie gut und nicht gut finden, das wollen sich die Neubrandenburger Verkehrsbetriebe voraussichtlich Ende September anhören. Bei einer Veranstaltung mit der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendbeteiligung, bei der es so manche Kritik am Schülerverkehr gab, hatte Ratsherr Dieter
Kowalick (Linke) versprochen, ein Gespräch der AG mit dem Verkehrsunternehmen einzurühren. Er nutzte dafür die Sitzung des Hauptausschusses, bei der Verkehrsbetriebe-Geschäftsführer Jürgen Schoberth wegen des neuen Fahrplans ab August zu Gast war.
Bis zu dem Treffen im Herbst will das Unternehmen bereits einer Kritik nachgehen. Kowalick gab einen Bericht von Schülern wieder, wonach der Bus morgens zwar pünktlich auf dem Datzeberg, dann aber zu spät bei der Integrierten Gesamtschule (IGS) in der Südstadt sei, so dass die Mädchen und Jungen zu spät zum Unterricht kommen. „Wenn dort viele Kinder stehen und alle vorn rein müssen, dauert das Einsteigen sehr lange. Dazu kommen noch ältere Leute, teilweise mit Rollator, die gleich vorne stehen bleiben, so dass es sich staut. Da müsste man die Standzeiten eventuell verlängern“, sagte er.
Laut Jürgen Schoberth gebe es zwar im Stadtlinienverkehr mal vollere Busse mit längeren Standzeiten. Der Vordereinstieg könne aber nicht der Grund sein. Überprüfungen hätten ergeben, dass der Zeitraum annähernd der gleiche sei, weil der Einstieg geordneter vor sich gehe. Gerade habe es Gespräche mit den Schulleitern gegeben, da sei das Problem auf dem Datzeberg aber nicht angesprochen worden. „Wir überprüfen das fortlaufend und sind bei Bedarf auch in der Lage, Fahrzeiten zu ändern“, versicherte er.

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