Angst auf der Hochbrücke:

Busfahren wird zur Zerreißprobe

Fahrgäste wechseln den Sitz im Bus, weil ihnen mulmig wird: Einige Neubrandenburger, die in die Oststadt fahren, haben mit der Streckenführung ein Problem.

Ein Bus Richtung Oststadt fährt die Rampe runter. Manchem Fahrgast wird dabei ziemlich mulmig.
Paulina Jasmer Ein Bus Richtung Oststadt fährt die Rampe runter. Manchem Fahrgast wird dabei ziemlich mulmig.

Viel Spielraum ist nicht mehr, wenn sich der Stadtbus über die Rampen an der Neubrandenburger Hochbrücke schlängelt. Das hat Brit Koppenhagen beobachtet. Jeden Tag fahre sie mit dem Bus zur Arbeit in die Oststadt. Und die Neubrandenburgerin findet es gefährlich, die Autofahrer über diese Rampen ohne Leitplanken zu führen. Auch für Gabriele Herwehr, die ebenfalls in der Oststadt arbeitet, ist das ein Unding. Für sie reicht es auch nicht aus, dass im Baustellenbereich nur Tempo 30 gilt.

Verkehr wurde auf Rampen verlegt

Seit etwa vier Wochen können die Autofahrer über die neue Nordbrücke fahren. Damit die Bauleute in Ruhe die Südbrücke abreißen können, wurde der Verkehr sowohl stadtein- als auch stadtauswärts auf Rampen verlegt. Sehr breit sind sie nicht, gerade mal so viel, dass ein schmaler Gehweg für die Fußgänger bleibt. Fahrradfahrer müssen schieben. Bis Dezember sollen diesen Provisorien bleiben.

Brit Koppenhagen bekommt es mitunter mit der Angst zu tun, wenn sie im Bus sitzt, erzählt sie. Vom Fensterplatz aus geht der Blickt zum Teil direkt in den Abgrund. Da werde einem schon anders.

Busfahrer sehen keinen Grund zur Beunruhigung

Fahrgäste im Stadtbus müssen sich nach Meinung von Anja Hünemörder, Sprecherin der Neubrandenburger Stadtwerke, wegen der Rampe an der Hochbrücke aber keine Sorgen machen. Hünemörder verweist auf die qualifizierten Berufskraftfahrer der Verkehrsbetriebe. „Die Fahrer sind sich einig, dass bei Einhaltung der zugelassenen Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern und einer vorausschauenden Fahrweise keine Probleme entstehen“, versichert die neu.sw-Sprecherin. Im Vorfeld habe es für alle Busfahrer eine entsprechende Einweisung in die geänderte Linienführung gegeben, bei der auch der Verlauf der Fahrspuren anhand von Karten thematisiert wurde, fügt sie hinzu.

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Kommentare (3)

Nicht nur das die Sicherheit eine Lücke auf den Baustellen haben. Man beachte auch die mangelnde Verkehrssicherung an der Hochbrücke. Das wissen viele „normale“ Bürger einfach nicht. Die Sicherheit, besonders bei Nacht lässt zu wünschen übrig. Die Baustellenlampen insbesondere in der Verschenkungen auf der neuen Brücke Richtung Oststadt sind so gut wie nie Beleuchtet, genauso wie die Absperrgitter die auf den Fußwegen stehen zur Querabsperrung. Auch gehören auf diesen Absperrgittern 5 ROTE leuchtende Warnleuchten drauf, diese zeigen damit eine VOLLSPERRUNG an und nicht wie derzeit, rein rechtlich eine Teilsperrung, wo man rein rechtlich gemütlich durch die Baustellen spazieren könnte. Zurzeit sind teilweise, wenn überhaupt nur 3-4 gelbe Warnleuchten montiert. Dies ist nach den Richtlinien der RSA 95 und der ZTV-SA 97 nicht zulässig und gefährdet den Verkehr, die Fußgänger und Radfahrer. Auch an der besagten Verschwenkung Richtung Oststadt, wo rechts die Baken mit den teils unbeleuchteten Baustellenlampen stehen, gehört normaler weise eine Leitplanke montiert, da es dort sehr tief runter geht und das wohl ein Autofahrer nicht überlebt. Wenn man weiterfährt kommen einem unbeleuchtete große Bauzäune entgegen, wo zumindest Lampen drang gehören bzw. beleuchtete Warnbaken vor den Bauzäunen, denn bei Dunkelheit sieht man dort sehr wenig. Wenn man z.B. das Lenkrad seines Autos etwas zu sehr nach rechts zieht hängt man schon mit seinem Auto im Bauzaun. Ein Augenmerk sollte man auch auf die teilweise mangelnde Beschilderung werfen. Diese ist entgegen den Vorschriften bei Nacht schlecht sichtbar bzw. unreflextierend, weil nicht die richtige Folie für die Schilder, Plantafeln verwendet wurde. Sodass man diese besonders in der Dunkelheit, Nässe und Tau schlecht bis gar nicht lesen kann oder Wahr nimmt. Da braucht man sich dann auch nicht zu wundern, wenn hilflose Passanten vom Bagger leider tot gefahren werden, bei einer so mangelnden Beschilderung bzw. Verkehrssicherung. Sieht dies alles eine Behörde nicht? Wie kann dies eine Behörde bzw. Straßenbaumt dulden, wo angeblich Sicherheit GROß geschrieben wird. Ist ein Menschenleben so wenig wert?

Ist das so? Und werden die Sicherheitsmängel zeitnah beseitigt? Oder kann der 0815-Bürger sich irgendwo beschweren?

Ja, das ist so! Und die Sicherheitsmängel sind bis heute nicht behoben worden und werden auch nicht behoben. Dafür ist das Straßenbauamt verantwortlich und wie heißt es so schön : Die eine Krähe pickt der anderen kein Auge aus - im wahrsten Sinne des Wortes. Vielleicht kann der neue Bürgermeister demnächst was verbessern, wenn es die anderen Behörden schon nicht hinbekommen.