Parteien stellen sich auf:

CDU schickt Kuhk ins Rennen, Linke setzen auf Koplin

Das Kandidatenkarussell für den OB-Wahlkampf beginnt sich zu drehen: Neben dem Einzelbewerber Michael Nötzel haben nun die Linken und die CDU ihre Kandidaten benannt. Torsten Koplin will mit einem ganz besonderen Vorhaben punkten.

Das Kandidatenkarussell zur Oberbürgermeisterwahl kommt in Fahrt. Diana Kuhk sitzt für die CDU im Wagen, Torsten Koplin für die Linke, Michael Nötzel tritt als Einzelbewerber an. Die SPD will heute ihren Kandidaten benennen.
Andreas Segeth, NK-Archiv (Montage NK) Das Kandidatenkarussell zur Oberbürgermeisterwahl kommt in Fahrt. Diana Kuhk sitzt für die CDU im Wagen, Torsten Koplin für die Linke, Michael Nötzel tritt als Einzelbewerber an. Die SPD will heute ihren Kandidaten benennen.

Beiden Kandidaten war die Anspannung deutlich anzumerken: Die Neubrandenburger CDU war am Mittwochabend in der komfortablen Situation, dass sie sich zwischen zwei Bewerbern für den bevorstehenden Wahlkampf um das Amt des künftigen Oberbürgermeisters entscheiden konnte. Am Ende setzte sich Diana Kuhk gegen Peter Modemann mit deutlichem Vorsprung durch. 41 CDU-Mitglieder stimmten für ihre jetzige Fraktionschefin in der Stadtvertretung. Der zweite Stellvertreter des OB, Peter Modemann, erhielt 28 Stimmen. Modemann zeigte sich danach durchaus enttäuscht, warb aber dafür, dass jetzt alle Christdemokraten Diana Kuhk in ihrem Wahlkampf aktiv unterstützen. Er jedenfalls werde das tun.

Mit Diana Kuhk schickt die CDU eine gebürtige Neubrandenburgerin ins Rennen. Die 44-Jährige hat Germanistik und Slawistik studiert. 1999 promovierte sie in Greifswald. Sie ist verheiratet, hat eine Tochter und arbeitet als Geschäftsführerin der Ausbildungsgemeinschaft (ABG) Industrie, Handel und Handwerk. Seit 2002 engagiert sie sich in verschiedenen Funktionen für die Stadtpolitik.

Von der frischgebackenen OB-Kandidatin fiel mit der Bekanntgabe des Stimmergebnisses jegliche Anspannung ab. Auf ihre künftige Wahlkampfthemen ging sie am Mittwoch zwar noch nicht ein. Dafür gab sie sich sofort kämpferisch: „Lassen wir nicht zu, dass wir einen linken Oberbürgermeister bekommen“, sagte sie in ihrer Dankesrede an die CDU-Mitglieder. Dort sieht sie ihre schärfste Konkurrenz.

Koplin stellt gleich Wahlprogramm vor

Diese Konkurrenz hat sich am Mittwochabend ebenfalls positioniert: Mit 59 von 61 Stimmen haben die Linken Torsten Koplin zu ihrem OB-Kandidaten gewählt. Einen anderen Bewerber gab es nicht. Der 52-Jährige ist ebenfalls in Neubrandenburg geboren, verheiratet, Vater und auch schon Großvater. Er ist gelernter Schlosser und seit 1998 Landtagsabgeordneter für die Linke. In den 1990er-Jahren arbeitete er in der Stadtvertretung mit. Zur Wendezeit gestand er, Ende der 80er-Jahre Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi gewesen zu sein.

Anders als seine Konkurrentin stellte er am Mittwochabend sein Wahlprogramm schon ausführlich vor: Er möchte in der Stadt eine neue Kultur der Mitbestimmung etablieren, die gute Wirtschaftskraft der Stadt weiter entwickeln sowie Kultur und Sport fördern. Ein ganz konkretes Ziel stach allerdings heraus: Koplin will als OB in Neubrandenburg eine moderne Schwimmhalle bauen lassen.

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